29. Mai 2019, 19 Uhr

Schreiben lernen im Sozialismus. Das Literaturinstitut «Johannes R. Becher»
Dr. Katja Stopka im Gespräch mit Dr. Thomas Möbius

Das Leipziger Literaturinstitut war eine Schlüsselinstitution des DDR-Literaturbetriebs. 1955 gegründet, wurden hier Prozesse und Formen des literarischen Schreibens vermittelt. Unter den fast 1.000 Absolventen waren viele später namhafte Autoren — u.a. Werner Bräunig, Adolf Endler, Rainer und Sarah Kirsch, Rudi Strahl. Die Frage, wie ­«literarische Meisterschaft» gelehrt werden kann, war dabei bis zum Ende umstritten: Künstlerischer Auftrag, ideologische Doktrin und das Streben nach ästhetisch-poetischen Freiräumen standen fortgesetzt im konfliktträchtigen Widerspruch. Katja Stopka stellt die Ergebnisse ­eines Forschungsprojekts vor.

In Kooperation mit Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin