30. Oktober 2019, 19 Uhr

Heisig malt Schmidt
Vortrag von Kristina Volke (Kunstsammlung im Deutschen Bundestag)

Nach dem Ende seiner Kanzlerschaft wurde Helmut Schmidt 1982 gebeten, einen Maler für sein offizielles Porträt zu benennen. Er entschied sich für Bernhard Heisig, der von den Feuilletons der Bundesrepublik noch zumeist als «Staatskünstler» an­­ge­se­hen wurde. Schmidt ließ sich davon nicht beirren. Nach län­geren Vorbereitungen reiste er 1986 zwei Mal nach Leipzig, um dem Maler Modell zu sitzen. Seine Besuche wurden von der Staatssicherheit aufwändig überwacht. Der Vortrag erzählt von zwei Männern, deren Lebenswege nicht unterschiedlicher hätten sein können und die sie trotzdem zu Wesensverwandten machten.