6. Mai 2020, 19 Uhr

«Brücke sein: vielleicht schaff ich’s.»
Die Übersetzerin Hilde Angarowa (1908–1999)

Vortrag von Andreas Tretner

Die Angarowa zählte zu den meistbeschäftigten ÜbersetzerInnen sowjetischer Literatur ins Deutsche. Das Besondere: ihr gesamtes Werk entstand in Moskau — fern der Leser. Ihr späterer Kollege, der Übersetzer Andreas Tretner, hat ihre Jahrhundertbiographie zusammengetragen: von der Cottbuser Kindheit über die wilden Berliner Jahre ins Moskau der 1930er, durch das Fegefeuer von «Säuberung» und Krieg, bis in die Exklusivität einer deutschen Übersetzerin im sowjetischen Schriftstellerverband. Am allerwenigsten bekannt: ihre langwährende Bekanntschaft mit Johannes R. Becher.

In Kooperation mit Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin