13. Mai 2020, 19 Uhr

«Wenn ich arbeite, kann ich mich betäuben …»
Der Briefwechsel von Hans und Lea Grundig.
Ein Forschungsprojekt

Vortrag von Kathleen Krenzlin

Über 30 Jahre — von 1925 bis 1958 — haben sich Hans und Lea Grundig in Zeiten der Trennung intensive Briefe geschrieben. Etwa 700 davon sind im Archiv der Akademie der Künste erhalten. Es sind Liebes- und Künstlerbriefe, die zugleich von den dramatischen Ereignissen des vorigen Jahrhunderts, von Verfolgung und Gefangenschaft, Flucht und Exil berichten, vom Niedergang politischer Utopien und der Zerstörung privater Hoffnungen. Die Hans-und Lea-Grundig-Stiftung plant eine dreibändige Edition. Der Vortrag gibt einen Einblick in die editorische Arbeit und fragt auch nach dem Verhältnis dieser Briefe zu den von beiden Künstlern vorgelegten Autobiographien.