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Mittwoch, 28. November, 19 Uhr
Architekturvortrag

Karl-Heinz Adler: Konkrete Kunst in der Ost-Moderne
Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Niels-Christian Fritsche (TU Dresden) – Gespräch mit Peter Lang (Kurator der Ausstellung «Linie, Fläche, Zeit»)

Karl-Heinz Adler (*1927) übersetzt das Allround-Genie der Renaissance, die Verbindung von angewandter Freiheit und intuitiver Wissenschaft, in unsere vom Konstruieren und Probieren faszinierte Gegenwart. Die Materialforschung, die «komplexe Umweltgestaltung» und die konkrete Kunst des 20. Jahrhunderts werden zu einem durchgängigen Œuvre geflochten. Es transzendiert das 20. Jahrhundert auf drei Arten: Der Silikatstein materialisiert die Fliese in der Architektur der Nachkriegszeit. Das Beton-Formstein-Programm erklärt das Ornament zur Substanz des Bauwerks. Die Farbschichtungen brechen das Tabu der malerischen Werkspur in der konkreten Kunst.

Veranstalter: Hermann-Henselmann-Stiftung

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Mittwoch, 21. November, 19 Uhr
Radio-Feature 7

Nicht weniger als eine Rettung oder: Die Reise nach Astapowo
Ein Lew-Tolstoi-Feature von Antje Leetz (Berlin)

«Eigentum ist das Ziel, dem fast die gesamte Tätigkeit unserer heuti- gen Gesellschaft untergeordnet ist. Die Staaten, die Regierungen, schmieden Intrigen und führen Kriege nur um des Eigentums willen: um die Rheinufer, um Land in Afrika oder China. Die Bankiers, die Fabrikanten und Landbesitzer klügeln Listen aus um des Eigentums willen. Gerichte und Polizei bewachen das Eigentum. Das Eigentum ist die Wurzel allen Übels.» So Lew Tolstoi in seinem Essay «Was sollen wir tun» (1886), der sofort verboten wurde. Das Feature stellt den großen russischen Romancier als ketzerischen Essayisten und Weltveränderer vor und sucht den fiktiven Dialog mit Wladimir Kaminer.

Veranstalter: Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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Freitag, 9. November, 19 Uhr
Radio-Feature 7

Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis
DEFA-Film von 1971

Goya ist erster Hofmaler Karls IV. In leidenschaftlicher Liebe fühlt er sich zu Herzogin Alba hingezogen.
Er sympathisiert mit der revolutionären Bewegung seines Volkes und wird schließlich Opfer der Inquisition.
Regie: Konrad Wolf; Drehbuch: Angel Wagenstein (nach Lion Feuchtwangers gleichnamigen Roman);
Kamera: Werner Bergmann, Konstantin Ryšov; Darsteller: Donatas Banionis, Olivera Katarina, Rolf Hoppe, Fred Düren.

Veranstalter: Helle Panke e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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Mittwoch, 7. November, 19 Uhr
Radio-Feature 7

Der nackte Mann auf dem Sportplatz
DEFA-Film von 1974

Die Figuren des Films drücken die Gedanken des Bildhauers Kemmel über die Welt aus.
Aber es bleiben immer wieder Fragen. Und die richten sich 
auch an die Zuschauer.
Regie: Konrad Wolf; Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase, Konrad Wolf; Kamera: Werner Bergmann;
Darsteller: Kurt Böwe, Ursula Karusseit, 
Martin Trettau, Werner Stötzer, Ursula Werner, Marga Legal, Katharina Thalbach.

Donnerstag, 8. November, 19 Uhr

Erinnern an Konrad Wolf (1925-1982)
Vortrag von Peter Paul Wagner
(Kulturhistoriker und Vorstandsmitglied der Friedrich-Wolf-Gesellschaft)

Konrad Wolf gehört zu den bedeutendsten Regisseuren der deutschen und europäischen Filmgeschichte der Nachkriegszeit. In seiner Biografie spiegeln sich die Brüche des 20. Jahrhunderts: Kindheit und Jugend in der Moskauer-Emigration, Rückkehr nach Deutschland als Rotarmist, sowjetischer Kulturoffizier bei der SMAD, Studium an der Filmhochschule Moskau, Filmschaffender in der DDR und Präsident der Akademie der Künste der DDR. Konrad Wolf war stets bemüht, zwischen den Künstlern und der SED-Führung zu vermitteln. In seinen Filmen Goya und Der nackte Mann auf dem Sportplatz thematisiert er das Verhältnis von Künstler und Gesellschaft.