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Mittwoch, 20. Februar 2013, 19.30 Uhr
Radio-Feature 8

«Unterschreiben Sie die Petition gegen mich» — Pasternak und die Schwierigkeiten mit dem Weltruhm
Ein Feature von Antje Leetz

«Ich war gerade in Stockholm, als das Nobelpreis-Gewitter losbrach. Ich sah in den Zeitungen nur einen Namen: Pasternak.», schreibt Ilja Ehrenburg. 2009 ging durch die Medien eine «Sensation»: Die CIA war maßgeblich an der Entscheidung beteiligt, Pasternak 1958 den Nobelpreis zu verleihen. Mitten in der liberalen «Tauwetterzeit»— und gleichsam als ihr abruptes Ende—begann eine Hetzkampagne gegen den Schriftsteller. Seine Kollegen wurden gezwungen, sich öffentlich von ihm zu distanzieren. Einige wenige widerstanden, unter anderem Ehrenburg. Crušcev hat diese Kampagne später bedauert. Pasternaks Sohn Jewgenij erzählt als einer der letzten Augenzeugen von den politischen Auseinandersetzungen um seinen Vater.