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Sonnabend, 27. April 2013, ab 16 Uhr

Frühlingsfest und Buchpremiere

Nach der Sanierung des Max-Lingner-Hauses konnte nun mit Unterstützung des Landesdenkmalamtes Berlin auch die von Reinhold Lingner gestalteten Freiflächen denkmalgerecht erneuert werden. Aus Anlass der Fertigstellung feiern wir mit den beteiligten Planern, den Förderern, Nachbarn und den FreundInnen der Max-Lingner-Stiftung. Zugleich soll an diesem Tag die neue, im Lukas Verlag Berlin erschienene Publikation «Max Lingner. Das Spätwerk 1949–1959» vorgestellt werden. Sie enthält eine ausführliche Chronik dieser Jahre, reich bebilderte Aufsätze zum Werk Lingners sowie einen Dokumentenanhang.

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Mittwoch, 24. April 2013, 19.30 Uhr
Architekturvortrag 8

Endstation Exil. Warum Lion Feuchtwanger nicht nach Deutschland zurückkehrte
Vortrag von Wolfgang Kil

Artek am Südufer der Halbinsel Krim war nicht nur das größte Pionierlager der Sowjetunion, sondern berühmt wegen seiner maritimen, fein gegliederten Architektur (Bauzeit 1957–1969). Die fünf würfelförmigen Wohnpavillons, die an der Uferpromenade zum Strand hinausragen, wurden zu Ikonen der sowjetischen Nachkriegsmoderne. Mit seinem Artek-Baukasten hatte Hauptarchitekt Anatolij Poljanskij das industrielle Bauen vorangetrieben und vor allem dem hoffnungsvollen Geist der von Nikita Crušcev eingeleiteten «Tauwetterperiode» ästhetischen Ausdruck gegeben. In den Zeiten der Stagnation stand wieder das straff organisierte Freizeitleben im Vordergrund. Doch das «moderne Artek» ist Geschichte. Ab 2004 wurde der Komplex umgebaut und völlig überformt.

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Mittwoch, 10. April 2013, 19.30 Uhr
Radio-Feature 9

Endstation Exil. Warum Lion Feuchtwanger nicht nach Deutschland zurückkehrte
Feature von Renate Beckmann

Im Oktober 1945 ruft die große amerikanische Nachrichtenagentur «Associated Press» aus New York bei Lion Feuchtwanger im kalifornischen Pacific Palisades an. Er soll nach Deutschland reisen, um exklusiv vom Kriegsverbrecherprozess in Nürnberg zu berichten. Feuchtwanger lehnt ab. Er befürchtet, die amerikanischen Behörden könnten ihm die Wiedereinreise in die USA verweigern, denn dem FBI gilt Feuchtwanger als Kommunist und Feind Amerikas. Er steht unter Beobachtung. Sein Antrag auf Einbürgerung wird Jahr um Jahr hinausgezögert. Er erhält die amerikanische Staatsbürgerschaft einen Tag nach seinem Tod am 21. Dezember 1958. Deutschland hat er nie wieder gesehen.