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Mittwoch, 29. Mai, 19.30 Uhr
Radio-Feature 10

«Die letzte große Straße Europas»
Ein Feature von Ulla Vogel und Axel Witte (1993)

Der Berliner Senat hat die Initiative aufgegriffen, die Karl-Marx-Alle (mit beiden Bauabschnitten) und das Ensemble der Interbau 1957 (Hansaviertel, Kongresshalle im Tiergarten, Corbusierhaus am Olympiastadion) gemeinsam zum Weltkulturerbe anzumelden. Damit findet eine fast zwanzigjährige Kontroverse über den Umgang mit der Nachkriegsmoderne in Ost und West ihren vorläufigen Abschluss. Am dramatischsten war der Bedeutungwandel der alten Stalinallee. Als «erste sozialistische Straße Deutschlands» errichtet, wurde sie im Westen jahrzehntelang ausschließlich als gebauter Stalinismus wahrgenommen, nach der deutschen Einheit gewann sie schnell Akzeptanz als «europäischer Boulevard». Ursula Vogel und Axel Witte haben diesem Bedeutungswandel nachgespürt.

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Mittwoch, 15. Mai, 19.30 Uhr

МОЙ ДОРОГОЙ И ВЕЛИКИЙ ТОВАРИЩ (Mon Cher et grand Camerade) –
Barbusse als Gesprächspartner Stalins 1932-1934

Vortrag von Dr. Wladislaw Hedeler

Henri Barbusse (geb. am 17. Mai 1873), der eine wichtige Rolle als Vermittler zwischen den Intellektuellen und der Sowjetunion spielte, plante seit seinem ersten Besuch in der Sowjetunion 1927, eine Biografie «des sichtbarsten Menschen der Welt und doch eines der am wenigsten Gekannten» zu schreiben. Dr. Wladislaw Hedeler stellt einige der im Moskauer Archiv für sozialpolitische Geschichte (RGASPI) überlieferten Dokumente, darunter den Briefwechsel über das beabsichtigte Stalin-Buch und Stalins Bemerkungen zum Manuskript vor.