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Mittwoch, 26. Juni, 19.30 Uhr

Die Überwindung der Sklavenseeele.
Andrej Platonovs «Mittelasiatischer Zyklus»

Vortrag von Michael Leetz

Andrej Platonov unternahm 1934 und 1935 zwei Reisen nach Turkmenien. Die Begegnung mit dem mittelasiatischen Land wird zum entscheidenden Wendepunkt im Schaffen des Schriftstellers. Es entsteht der «mittelasiatische Zyklus»: die Erzählung «Der Takyr», die Novelle «Dshan» und das Romanfragment «Der makedonische Offizier». Der Zyklus, in dessen Mittelpunkt die Schicksale von Sklaven stehen, kann als Platonovs unmittelbare Reaktion auf die Stalinsche Despotie gedeutet werden. Aber das Sklaventhema geht für Platonov weit darüber hinaus: der Mensch muss seine Sklavenseele überwinden, damit eine künftige ökologische Katastrophe abgewendet wird.

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Mittwoch, 12. Juni, 19.30 Uhr

«Machandel»
Regina Scheer liest aus ihrem Roman

Machandel ist der niederdeutsche Name für Wacholder, im Roman ist es auch der Name eines Mecklenburger Dorfes und das Pseudonym eines Fotografen, der 1946 in diesem Dorf geboren wurde und 1985 die DDR verlässt. Er zeigt seiner jüngeren Schwester zum Abschied das Dorf seiner Kindheit, in dem sie fortan die Wochenenden und Sommer verbringt. In dem scheinbar abgeschiedenen Ort begegnet ihr die Geschichte ihrer eigenen Familie, die sich auf eigentümliche Weise verbunden mit dem Märchen vom Machandelboom verbindet, über das sie eine Dissertation schreibt. In Berlin erlebt sie das Ende der DDR. Der Roman ist ein Gang durch viele Jahrzehnte deutscher Geschichte. Das Unausgesprochene, Unerledigte prägt das Leben der handelnden Personen bis in die Gegenwart.