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Mittwoch, 28. Mai 2014, 19 Uhr

Jiddische Arbeiterlieder
Konzert und Vortrag mit Daniel Kahn

Jiddische Musik ist weit mehr als nur Klezmer. Doch kaum einer kennt heute noch die Lieder der jiddischen Arbeiterbewegung aus dem russischen Zarenreich. Als einer von wenigen lässt Daniel Kahn dieses musikalische Erbe lebendig werden. 1978 in Detroit/USA geboren, kam der Songwriter im Jahr 2005 nach Berlin, wo er und seine Band «The Painted Bird» in der Klezmer- und Folk-Szene Kultstatus genießen.« Verfremdungsklezmer» —eine Mischung aus Klezmer, radikalen jiddischen Songs, politischem Cabaret und Punk Folk. Auf seinem Solo-Konzert wird er die jiddischen Arbeiterlieder singen und ihre Geschichte erzählen.

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Aktuelle Ausstellung

28. Juni – 28. September 2014

Max Lingner. Das Spätwerk 1949-1959
Ausstellung / Burg Beeskow, Altes Amt

Nachdem sich Max Lingner in den 1930er Jahren in Paris als Pressezeichner für die kommunistischen Zeitungen MONDE und l‘Humanité einen Namen gemacht hatte, kehrte er 1949 in sein Heimatland zurück, um beim Aufbau eines antifaschistischen Deutschlands mitzuwirken. Seine ersten Aufträge waren Großdekorationen, wie er sie bereits in Frankreich für die Pressefeste der Humanité realisiert hatte. In Berlin gestaltete er im Lustgarten und Unter den Linden für die Kundgebungen zum 1. Mai 1950 ein Bildprogramm aus mehreren Teilen, das als «Kunstausstellung auf der Straße» gefeiert wurde. Parallel dazu beteiligte er sich auf Einladung des Ministeriums für Aufbau der DDR am Wettbewerb für ein Wandbild am Haus der Ministerien. Doch kaum war Lingner als Sieger des Wettbewerbes hervorgegangen, wurde er im Rahmen der Formalismus-Kampagne dogmatisch kritisiert. Seinen ersten Entwurf für das Wandbild musste er fünf Mal überarbeiten, und als es 1953 eingeweiht wurde, stellte ihn das Ergebnis nicht zufrieden. In der Ausstellung sind Entwürfe für die Festdekorationen und für die verschieden Versionen des Wandbildes zu sehen. Weiterhin lässt sich der Zyklus großformatiger Historiengemälde, die Lingner ebenfalls Anfang der 1950er Jahre konzipiert hat, in Kompositionsskizzen und Einzelstudien anschaulich nachvollziehen. In den Illustrationen, die Lingner für Bücher mehrere DDR-Verlage gezeichnet hat, kann man schließlich seine französischen Motive wiederfinden.
Die präsentierten Zeichnungen und Gemälde kommen aus der Sammlung der Max-Lingner-Stiftung sowie aus Privatbesitz. Eine Dokumentation zu Lingners Leben und Werk ergänzt die Ausstellung.

Ein Gemeinschaftsprojekt der Max-Lingner-Stiftung und des Kunstarchivs Beeskow
Kuratoren: Herbert Schirmer, Dr. Angelika Weißbach

Ausstellungsort:
Burg Beeskow, Altes Amt
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow
Telefon: 03366 /35 27 10
Öffnungszeiten Di-So 9-19 Uhr
Eintritt 2,50 € (Kinder und Schüler frei)
www.burg-beeskow.de

Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Sparkasse Oder-Spree, der Burg Beeskow und des Forums Kunstarchiv Beeskow e. V.

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Aktuelle Publikation

Max Lingner. Das Spätwerk 1949-1959

Herausgegeben von Thomas Flierl

 

Noch bis 28. September!
Max Lingner. Das Spätwerk 1949–1959
Ausstellung in der Burg Beeskow, Altes Amt
Info

Veranstalter Helle Panke e.V. | Rosa-LuxembUrg-Stiftung Berlin
Max Lingner — Werkverzeichnis 1898 bis 1931/32

Max Lingner — Werkverzeichnis 1898 bis 1931/32

Gesamtliste der Veröffentlichungen [ PDF ]

Gesamtliste der Ausstellungen 1922-2013 [ PDF ]

Gesamtliste der Ausstellungsbeteiligungen 1914-2013 [ PDF ]

Mittwoch, 24. Mai 2014, 11-14 Uhr

West Ost / Exil und Remigration
Die Erich-Weinert-Siedlung in Pankow
Stadtspaziergang mit einem Ausflug in die Kleine Homeyerstraße mit Dr. Thomas Flierl und Dr. Nadine Steinitz

Treffpunkt: 11 Uhr im Max-Lingner-Haus

Die Siedlung bezeugt den Willen der frühen DDR, die aus der Emigration heimkehrenden Intellektuellen an sich zu binden. In unmittelbarer Nachbarschaft lebend, brachten sie unterschiedliche politische und kulturelle Erfahrungen aus dem Exil mit. Die Stadtführung präsentiert das denkmalgerecht sanierte Lingner-Haus sowie den kürzlich wiederhergestellten Garten und durchwandert die Siedlung. Zum Abschluss berichtet Nadine Steinitz (ihre Eltern Jeanne und Kurt Stern emigrierten nach Frankreich und Mexiko) aus ihrem eigenem Erleben sind.

Veranstalter Helle Panke e.V. | Rosa-Luxemburg-Stiftung

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Mittwoch, 16. Mai 2014, 19 Uhr

Radio-Feature 14

«Die Unbeerdigten Toten. Erinnerungskampf in Italien
Feature von Andreas F. Müller (Produktion: RBB/DLF/WDR 2011)

Italien neigt zur Entstellung seines historischen Gedächtnisses, sagt der slowenische Schriftsteller Boris Pahor aus Triest. Mit sechs Jahren, 18 Jahre bevor in Deutschland die Synagogen brannten, erlebte er dort schon eine erste «Kristallnacht». Die Opfer waren Slowenen, ihre brennenden Kultureinrichtungen die Initialzündung für mehr als zwei Jahrzehnte Faschismus … Das Land, insistiert der 98jährige Pahor, erinnere sich nur an das, woran es sich erinnern wolle. Verklärungen, Verdrängungen, Verharmlosungen,— einen klaren Blick auf die eigene Vergangenheit hat es in Italien nie gegeben. Und mit Beginn der Ära Berlusconi 1994 nahm das Ganze noch eine weitere, bedenkliche Wendung.

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Mittwoch, 7. Mai 2014, 19 Uhr

«Von der Neuen Wache zum Gedenkort
Für die Opfer der ‹Euthanasie›-Morde.

20 Jahre Bundesdenkmalpolitik
Vortrag von Dr. Volker Wild

Was sagen Denkmäler über die, die sie errichtet haben? Was über deren Geschichtsbild, Motive, Interessen? Was über die Beziehung zwischen den Opfern und der Bundesrepublik? Volker Wild von der Forschungsgruppe Berliner Denkmäler rekonstruiert in seiner mit Bilddokumenten unterlegten Darstellung die Entstehungsgeschichte der fünf Denkmäler zum NS, die seit 1993 auf Beschluss des Bundes in Berlin errichtet worden sind. Indem sie lesbar gemacht werden, sind sie öffentlichen Debatte zugänglich. Die Analyse verdeutlicht, dass die Denkmäler alles andere als Ergebnis einer konsistenten Erinnerungspolitik oder Ausdruck eines gemeinsam geteilten kulturellen Gedächtnisses sind.