28. Juni – 28. September 2014

Max Lingner. Das Spätwerk 1949-1959
Ausstellung in der Burg Beeskow, Altes Amt

Zu sehen sind Werke, die nach der Rückkehr Lingners nach Deutschland, in die gerade neu gegründete DDR, entstanden.

Begleitende Vorträge

Ausstellungseröffnung am 28. Juni 2014

Einführungsvortrag von Herbert Schirmer [ PDF ]
(Vorsitzender des Forums Kunstarchiv Beeskow e.V.)

Sa, 30. August 2014, 15 Uhr

Dr. Thomas Flierl, Berlin
Vorsitzender der Max-Lingner-Stiftung
Von der Pariser Festdekoration zum Gründungsbild der DDR.
Bildtransfer und Bildverlust bei Max Lingner

Fr, 12. September 2014, 19 Uhr

Martin Groh, Kassel/Berlin
Vorstandsmitglied der Max-Lingner-Stiftung
Max Lingner als Pressezeichner und Buchillustrator

Ausstellungsort

Burg Beeskow, Altes Amt
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow
Telefon: 03366/35 27 10
Öffnungszeiten Di-So 9-19 Uhr
Eintritt 2,50 € (Kinder und Schüler frei)
www.burg-beeskow.de

24. September 2014, 19 Uhr

Unter Bäumen regnet es länger
Erlebnise und Werke der Bildhauerin Ruthild Hahne
Vortrag von Dr. Stefan Hahne

Seit 1936 studiert Ruthild Hahne an der Kunsthochschule Charlottenburg bei Wilhelm Gerstel und auch bei Arno Breker Bildhauerei. Mit dessen Unterstützung erhält sie 1941 das Stipendium an der Villa M assimo in Rom. Nach ihrer Rückkehr wirkt sie in Berlin wieder mit in der Widerstandsgruppe «Rote Kapelle». Sie und ihr Lebensgefährte Wolfgang Thiess werden verhaftet; er wird hingerichtet, sie kann 1945 aus dem Zuchthaus zur Roten Armee fliehen. Ihren ersten Auftrag erteilt das Kulturdezernat Berlin-Wilmersdorf: eine Thälmann-Büste. Ihre erste Nachkriegsarbeit aber ist ein Porträt von Lenin. Den zweiten Auftrag für ein nun monumentales Thälmann-Denkmal erteilt 1951 die DDR-Regierung. Seit 1953 wohnt sie mit westdeutschem Pass in der Intelligenz- Siedlung. Nach dem Mauerbau wird der Auftrag storniert. Sie besinnt sich wieder auf ihre künstlerischen Wurzeln: Italien.

17. September 2014, 19 Uhr

Wände und Wende
Bilder-Vortrag des Fotografen Klaus Bädicker

«In all dem Grau der übriggebliebenen alten Viertel—wir hatten uns auf eine Ewigkeit eingerichtet. Freundschaften und Gemeinsamkeiten gaben dieser Welt Farbe. In der real existierenden Wohnungsnot war seit den 70er Jahren von der Partei Abhilfe versprochen. Jedoch, es kam anders. Eine für ewig erklärte Wand fiel und es wendete sich alles. Das Grau wurde greller, cremiger und Freundschaften seltener. Wir richteten uns und die Häuser jetzt anders neu ein. Der Bild-Vortrag präsentiert Fotos vom Wohnen, vom Alltag und vom Feiern in Berlins Mitte, von Wänden und Wende—Spuren einer verschwundenen Kultur.» Klaus Bädicker fotografierte erst für den VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Berlin-Mitte, die heutige WBM, und später für den im Auftrag des Landes Berlin tätigen Sanierungsträger. So ist über die Zeiten ein einzigartiges kulturgeschichtliches Fotoarchiv entstanden.

13./14. September 2014

Tag des Offenen Denkmals im Max-Lingner-Haus

Das Max­-Lingner-Haus ist Teil der 1950/51 erbauten «Intelligenz-­Siedlung» (Architekt: Hanns Hopp). Für den Maler und Grafiker Max Lingner wurde ein Typenhaus um ein Maler-Atelier erweitert. Den Mittelpunkt des Gartens bildet ein etwa 86 Quadratmeter ­großer Patio. Seine ­Gestaltung vermittelt zwischen mediterraner ­Atmosphäre und ­märkischer Landschaft. Haus und Garten wurden denkmalgerecht saniert.

Jeweils am 13. und 14. September:

12 Uhr

Leipzig—Paris—Berlin.
Leben und Werk Max Lingners
Vortrag von Martin Groh

14 Uhr

Der Garten. Geschichte und Restaurierung
Vortrag von Rike Kirstein

16 Uhr

Das Max-Lingner-Haus
Führung durch Haus und Garten und durch die
Erich-Weinert-Siedlung mit Michael Letz