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Mittwoch, 17. Juni 2015, 19.00 Uhr
Architekturvortrag 13

Josef Kaiser als Architektur-Theoretiker der 1960er Jahre
Vortrag von Oliver Sukrow, M.A. (Heidelberg/München)

Auf die Veränderungen und Herausforderungen des industriellen Bauens reagierten die Architekten in der DDR der 1960er Jahre in ganz unterschiedlicher Weise – die Vorstellungen reichten von vollständiger Automatisierung und der Etablierung eines «Komplexprojektanten» bis hin zur Reaktivierung klassischer Ideale vom Architektenberuf, die sich bis Vitruv zurückverfolgen lassen. Der Vortrag wird anhand neuer Funde aus dem schriftlichen Nachlass von Josef Kaiser die Bandbreite der Überlegungen skizzieren und die bislang vernachlässigte theoretische Kompetenz im Schaffen Kaisers erörtern.

Mittwoch, 10. Juni 2015, 19 Uhr

Russen in Berlin
Vortrag von Michael Leetz

Nach der Oktoberrevolution verließen 2,5 Millionen Russen ihre Heimat. Die meisten von ihnen gingen nach Deutschland. Anfang der 20er Jahre wird Berlin zum Zentrum der russischen Emigration und Sprachrohr der russischen Kultur in Westeuropa. Im Jahre 1923 leben 360.000 Russen in der Stadt. Es gibt sechs russische Banken, 87 Verlage, drei Tageszeitungen und 20 russische Buchläden. Char- lottenburg, bevorzugter Wohnort der Russen, wird von den Berlinern in «Charlottengrad» umbenannt, und den Kurfürstendammbus nach Halensee nennen sie «Russenschaukel». Wie konnte es dazu kommen, dass Berlin in jenen Jahren zum wichtigsten Zentrum russischen Lebens außerhalb Russlands wurde? Und kam es zu einem austausch zwischen Russen und Deutschen? Auf diese Fragen will der Vortrag eine Antwort geben. Er stellt bedeutende kulturelle Institutionen und herausragende Protagonisten des russischen Berlin vor.