23. September 2015, 19 Uhr
Radio-Feature 17

Lang lebe der Berliner Fernsehturm. Ein Hochruf auf das höchste deutsche Bauwerk
Feature von Renate Beckmann und Angelika Perl (SFB/ORB 2001)

Der Berliner Fernsehturm ist eines der wenigen positiv bewerteten Wahrzeichen, das an die untergegangene DDR erinnert. Der Abriss blieb ihm erspart, weil die Telekom sofort den Turm als höchsten ­Antennenmast der Stadt und als Werbeträger nutzte. So wurde er mittlerweile zum Wahrzeichen der ganzen Stadt. Im Oktober 1969 eröffnet, steht der 365 Meter hohe Turm schon fast ein halbes Jahrhundert standfest im sandigen Boden Berlins. Die Besucherströme aus dem In- und Ausland reißen nicht ab: Jedes Jahr wagen über eine Million Gäste die Höhenfahrt bis zur Aussichtsplattform mit ­gran­diosem Blick über die Stadt. Aber von der Geschichte des Turms ­erfährt man wenig am historischen Ort.

16. September 2015, 19 Uhr
Architekturvortrag 14

Der Park am Fernsehturm. Zentraler Freiraum in Berlins historischer Mitte
Vortrag von Axel Zutz, Garten- und Planungshistoriker (Berlin)
Mit einem Filminterview mit Hubert Matthes (2013).

Der um 1970 von Landschaftsarchitekt Hubert Matthes entworfene Park nahm als Garten des geplanten Zentralgebäudes den Palast der Republik vorweg und war als zentraler Freiraum der Hauptstadt der DDR dessen eigent­liche Schauseite. Die Idee der Anlage entspricht einem modernen herrschaftlichen Garten mit zeitgenössisch poppig interpretierten Gestaltungselementen. Der Park ist als Teil ­eines Raumkunstwerks der Ost-Moderne durch die mit dem Schloss-Nachbau entfesselte Sehnsucht von Altstadtromantikern und Bau­lobbyisten nach dem kaiserlichen Berlin bedroht. Der Vortrag diskutiert die heutige Bedeutung des Freiraums in denkmalpflegerischer und stadtpolitischer Hinsicht.

12./13. September 2015

Tag des Offenen Denkmals im Max-Lingner-Haus

Das Max-Lingner-Haus ist Teil der 1950/51 erbauten «Intelligenz-Siedlung» (Architekt: Hanns Hopp). Für den Maler und Grafiker Max Lingner wurde ein Typenhaus um ein Maler-Atelier erweitert. Den Mittelpunkt des Gartens bildet ein etwa 86 Quadratmeter Großer Patio. Seine Gestaltung vermittelt zwischen mediterraner Atmosphäre und märkischer Landschaft. Haus und Garten wurden denkmalgerecht saniert. Der bundesweit begangenen Tag des Offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto Kunst-Handwerk-Industrie.

Vorträge/Führungen:

Sonnabend

12 Uhr

Leipzig—Paris—Berlin.
Leben und Werk Max Lingners
Vortrag von Martin Groh

14 Uhr

Der Garten: Geschichte und Sanierung
Vortrag von Caroline Rolka

15 Uhr

Gerhard Schumacher-Kitzig demonstriert das Drucken von Originalplatten Max Lingners

16 Uhr

Max Lingners Presseillustrationen
Vortrag von Martin Groh


Sonntag

12 Uhr

Führung durch das Max-Lingner-Haus, Garten und die Siedlung
mit Michael Leetz

14 Uhr

Der Garten: Geschichte und Sanierung
Vortrag von Caroline Rolka

15 Uhr

Gerhard Schumacher-Kitzig demonstriert
das Drucken von Originalplatten Max Lingners

16 Uhr

Zeichnen für die Zeitung: Kunst-Handwerk-Industrie
Vortrag von Angelika Weißbach

 
Sie sind herzlich eingeladen!
Max-Lingner-Stiftung
Vorsitzender Dr. Thomas Flierl

11. September 2015, 19 Uhr

Im Oratorium «Paulus»: Der Chor schaut hin und schaut weg
Vortrag von Dr. Martin Albrecht-Hohmaier zur Aufführung am 19. September um 19.30 in der Gethsemanekirche

In dem 1836 erstmals aufgeführten Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy begleitet der Chor den Saulus auf seinem Weg zum Paulus, der ihn vom Christenverfolger über die Erleuchtung zum christlichen Missionar führt—eine spannende Wandlung. Der Chor ist die Stimme Jesu, der Juden, Christen und Heiden. Er schaut zu, feuert an, trauert und ­leidet, und ist immer direkt beim Geschehen dabei.

In Kooperation mit Helle Panke und dem Konzertchor der Friedenskriche Niederschönhausen