30. März 2016, 19 Uhr

Leonhard Kossuth: «Aber der Wagen, der rollt»
Lesung und Gespräch über sowjetische Literatur

Leonhard Kossuth, geboren 1923 in Kiew, blickt auf ein langes Leben mit der russischen und sowjetischen Literatur zurück. Viele Jahre war er Leiter des Lektorats für Sowjetliteratur im Berliner Verlag Volk und welt. Durch seinen Einsatz haben die deutschen Leser Scholochow, Simonow, Okudshawa, Leonow, Polewoi, Sluckis, Aitmatow, Rytchéu u.a. kennen und lieben gelernt. in seinem letzten Buch «Aber der Wagen, der rollt» (Nora Verlag 2015) beleuchtet Kossuth in 120 Rezensionen kaleidoskopartig die vergangene Epoche der sowje­tischen Literatur, und zeigt zugleich, wie lebendig diese Literatur immer noch ist.

in Kooperation mit Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

16. März 2016, 19 Uhr
Radio-Feature 19

Diese Stadt stand in einem andere Land –
Geschichten aus Haneu

Radiofeature von Anselm Weidner

«Licht, Luft und Sonne für alle», eine funktionale Stadt der kurzen wege mit einer von vornherein geplanten und gebauten modernen Infrastruktur für Chemiearbeiter und Ingenieure, Baggerfahrer und Professoren gleichermaßen: Die sozialistische Modellstadt gilt als städtebauliche Ikone der DDR-Moderne. «Mag die Stadt heute auch schöner aussehen, grüner sein, heute zerfällt sie in ärmere und wohl­habendere Viertel. Aber dennoch ist sie für die HaNeuerinnen ihre Heimat» (Weidner). In 21 Geschichten mit 27 Protagonisten zeichnet Weidner mit Stimmen und Klängen ein lebendiges Bild vom Entstehen und der heutigen wirklichkeit dieser einmaligen Stadt.

9. März 2016, 19 Uhr

Eine Revolution des Großstädters
Ernst May – Architekt und Stadtplaner auf drei Kontinenten

Ein Film von Otto Schweitzer (2015), vorgestellt von Eckhard Herrel und Julius Reinsberg (ernst­may­gesellschaft Frankfurt/M.)

Der 90minütige Dokumentarfilm erzählt in drei Kapiteln die zentra­len Lebensabschnitte Ernst Mays, die sich mit drei seiner Groß­projekte decken. im Gegensatz zu seinem bahnbrechenden Werk in Frankfurt am Main sowie den Planungen im Nachkriegsdeutsch­land, ist Mays umfangreiche Planungs-­ und Bautätigkeit in der Sowjetunion und in Ostafrika größtenteils in Vergessenheit geraten. Der neue Mayfilm würdigt das Œuvre des großen Frankfurter Archi­tekten und Stadtplaners und dokumentiert sein vielfältiges – teil­weise vom Abriss bedrohtes – Erbe auf drei Kontinenten.

Max Lingner, Pressezeichnung «Joyeuse Pentecôte» (Frohe Pfingsten), Ausschnitt; in l’Humanité vom 5. Mai 1938

Max Lingner, Pressezeichnung «Joyeuse Pentecôte» (Frohe Pfingsten), Ausschnitt; in l’Humanité vom 5. Mai 1938
RÜCKBLICK – 2016
2. März 2016, 19 Uhr

Architektenleben
Zeit und Ort. Autobiografische Skizzen eines Bauingenieurs

Rolf Heider im Gespräch mit Irina Liebmann

Rolf Heider und Irina Liebmann kennen sich seit 1965. Er verfolgt seitdem ihr literarisches Schaffen. Sie bestärkte den Bauingenieur und Tragwerksplaner, seine Erlebnisse und Reflexionen aufzuschreiben. Denn er war an zahlreichen Projekten in Ost und West beteiligt, lehrte als Gastdozent an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und wirkte an der Bauakademie als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Rolf Heider behandelt in seinen «Autobiografischen Skizzen» nicht nur berufliche, sondern auch historisch relevante und aktuelle gesellschaftspolitische Probleme. Wer möchte, kann seinen privaten, manchmal turbulenten, sehr spezifischen Lebensweg verfolgen.