28. September 2016, 19 Uhr
Radio-Feature 22

Junge Linke in Russland
Feature von Antje Leetz (Deutschlandfunk 2016)

Seit dem Zerfall der Sowjetunion sind die Revolution von 1917, Marx und Sozialismus in Russland passé. So dachte die Autorin. Aber ein leiser Zweifel blieb: Sie traf Menschen, die den Untergang der Sowjetunion bedauerten. Der Kapitalismus sei ungerecht und unsozial. Bei manchen Jugendlichen entdeckte sie als Modezeichen den roten Stern. Von Linken aber vernahm sie nichts. Als sie aber vor kurzem auf YouTube sah, wie eine junge Frau auf dem Petersburger Newski-Prospekt die «Internationale» sang, horchte sie auf: Da muss es noch etwas geben. Also ist die Idee von sozialer Gerechtigkeit in Russland doch nicht gestorben. Die Autorin lernt in Moskau, Petersburg und Nischni Nowgorod eine junge linke Generation kennen, die sich zu Marx, Trotzki und modernen sozialistischen Alternativen bekennt.

21. September 2016, 19 Uhr

Eine Frau der Résistance. Lingners Gemälde Mademoiselle Yvonne (1939)
Vortrag von Dr. Maria Obenaus (Nationalgalerie, Staatl. Museen zu Berlin)

Anlässlich seiner Rückkehr nach Deutschland überreichte Lingner im Sommer 1949 ein Konvolut von 40 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen dem Deutschen Volksrat der Sowjetischen Besatzungszone als Schenkung an das deutsche Volk. Die Werke befinden sich heute im Bestand der Staatlichen Museen zu Berlin. In der Ausstellung Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933–1945 zeigte die Nationalgalerie kürzlich das Gemälde Mademoiselle Yvonne, das 1939 in Paris entstand und zu den bekanntesten Werken des Künstlers gehört. Die Unbeugsamkeit der forsch auftretenden, schönen Französin, die mit erhobenem Haupt selbstbewusst dem Betrachter entgegenschreitet, sticht aus Lingners zahlreichen Frauen- und Mädchendarstellungen heraus.

10./11. September 2016

Tag des Offenen Denkmals im Max-Lingner-Haus

Das Max-Lingner-Haus ist Teil der 1950/51 erbauten «Intelligenz-Siedlung» (Architekt: Hanns Hopp). Für den Maler und Grafiker Max Lingner wurde ein Typenhaus um ein Maler-Atelier erweitert. Den Mittelpunkt des Gartens bildet ein etwa 86 Quadratmeter Großer Patio. Seine Gestaltung vermittelt zwischen mediterraner Atmosphäre und märkischer Landschaft. Haus und Garten wurden denkmalgerecht saniert.

Vorträge/Führungen:

Sonnabend, 10. September

12 Uhr

Leipzig—Paris—Berlin.
Leben und Werk Max Lingners
Vortrag von Martin Groh

13 Uhr

Das Max-Lingner-Haus, der Garten und die Siedlung
Führung mit Michael Leetz

15 Uhr

Gerhard Schumacher-Kitzig demonstriert das Drucken von Originalplatten Max Lingners

16 Uhr

Max Lingners Presseillustrationen
Vortrag von Martin Groh


Sonntag, 11. September

11 Uhr

Filme über Max Lingner
ling69 (DFF, 49 min)
Maler der proletarischen Heiterkeit (DEFA 1979, 36 min)

13 Uhr

Führung durch das Max-Lingner-Haus, Garten und die Siedlung
mit Michael Leetz

14 Uhr

Der Garten: Geschichte und Sanierung
Vortrag von Caroline Rolka

15 Uhr

Gerhard Schumacher-Kitzig demonstriert
das Drucken von Originalplatten Max Lingners

16 Uhr

Das Wandbild von Max Lingner am heutigen Bundesministerium der Finanzen in Berlin
Vortrag von Dr. Thomas Flierl

 
Sie sind herzlich eingeladen!
Max-Lingner-Stiftung
Vorsitzender Dr. Thomas Flierl