23. November 2016, 19 Uhr

Schwierige Heimkehr.
John Heartfield und Wieland Herzfelde in der frühen DDR.

Vortrag von Bernd-Rainer Barth Moderation: Dr. Inge Münz-Koenen

Den anfangs willkommenen Westemigranten schlugen plötzlich Misstrauen, Feindschaft und Verdächtigungen entgegen. Beiden KPD-Gründungsmitgliedern wurde die Parteimitgliedschaft versagt, ihr Werk totgeschwiegen, ihre künstlerische Arbeit behindert. Ihre frühere Zugehörigkeit zur «Versöhnler-Fraktion», zum «Münzenberg- Kreis» und ihre Kontakte zu den «Field-Agenten» waren Gegenstand entwürdigender Befragungen durch die «Säuberungsspezialisten» der Partei. Am Beispiel beider Biographien— ihrer Exil-Stationen und Freundschaftsnetze— werden die Dilemmata kommunistischer Intellektueller in Zeiten der Wachsamkeitshysterie beleuchtet.

16. November 2016, 19 Uhr

Revolution und Bürgerkrieg im Spiegel der Literatur: Übersetzungen, Wiederentdeckungen
Dr. Wladislaw Hedeler und Dr. Thomas Möbius im Gespräch mit Prof. Dr. Christa Ebert, Literaturwissenschaftlerin, Gabriele Leupold, Übersetzerin, und Christina Links, ehemals Lektorin im Verlag Volk & Welt

Wie wurden die Texte über Revolution und Bürgerkrieg rezipiert und übersetzt? Welche Fragen verbanden sich mit ihnen? Was bieten die Neuübersetzungen der letzten Zeit, wie etwa von Isaak Babels Reiterarmee an neuen Einsichten? Gibt es neue Fragen an und Sichtweisen auf die Texte? Was tragen die Wiederentdeckungen und Neuübersetzungen von Michail Prischwins Der irdische Kelch, Iwan Bunins Verfluchte Tage, Nadeshda Lochwizkajas (Teffy) Champagner aus Teetassen und Sinaida Hippius’ Tagebücher zu unserem Bild von Revolution und Bürgerkrieg sowie der Literatur über diese Zeit bei?


«Russland in Blut gewaschen» – Ein Revolutionsjahr und seine Folgen im Blick der Literatur
Der bevorstehende 100. Jahrestag des Revolutionsjahres in Russland ist für die Redaktion der Zeitschrift Berliner Debatte.Initial Anlass, Literaturwissenschaftler, Historiker und Übersetzer einzuladen, über die Darstellung von Voroktober, Februarrevolution, Oktoberumsturz und Bürgerkrieg in Romanen, Erzählungen, Dokumentationen zu diskutieren.

09. November 2016, 19 Uhr

Das Russische Exil in Berlin
Dr. Wladislaw Hedeler und Dr. Thomas Möbius im Gespräch
mit dem Publizisten Christian Hufen
(der ursprünglich eingeladene Prof. Schlögel ist leider verhindert)

Welche Sicht hatten die Exilanten auf die Revolution und die Entwicklungen in Russland nach 1917? Wie greifen ihre Texte über die Darstellung der Revolutions- und Bürgerkriegsereignisse hinaus? Was vermitteln sie an geschichtsphilosophischen Deutungen und Einsichten? Welche Sicht auf die Geschichte geben sie? Wie verbinden sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft?