Ausstellungen

Max Lingner – Josef Hegenbarth

Abb. links: Max Lingner, Frau in orientalischer Kleidung mit Wasserpfeife, 1939 (Detail); Abb. rechts: Josef Hegenbarth, zu Grimm Der Teufel und seine Großmutter, 1940 (Detail)

Gesamtliste der Ausstellungen 1922-2013 [ PDF ]

Gesamtliste der Ausstellungsbeteiligungen 1914-2013 [ PDF ]

8. September — 17. Dezember 2016

Zwei auf einen Streich!
Literarische Illustrationen von Josef Hegenbarth und Max Lingner

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 7. September, 19–21 Uhr

Mit Illustrationen haben sich Josef Hegenbarth (1884–1962) und Max Lingner (1888–1959) ein großes Publikum erobert. Lingner zeichnete in den späten 1930er und 40er Jahren täglich für die französische Tageszeitung l’Humanité, deren Leserschaft seinen lebendigen Stil und seine klare Handschrift liebte, jedoch oft nur seine Signatur ling und nicht seinen vollen Namen kannte. Hegenbarth war einer der bekanntesten Illustratoren in der DDR, Publikationen mit seinen ausdrucksstarken, oft bis ins Groteske gesteigerten Zeichnungen gehörten in jeden gut sortierten Bücherschrank, seine kontrastreichen Darstellungen begeistern bis heute.
Die Ausstellung widmet sich speziell den Illustrationen zu literarischen Werken des 19. Jahrhunderts und vereint erstmals Zeichnungen und Aquarelle beider Künstler aus den Beständen der Berliner Hegenbarth Sammlung und der Max-Lingner-Stiftung. Es sind über 30 Blätter zu sehen, die u.a. Romane von Alexandre Dumas, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolai Gogol, Victor Hugo oder Märchen der Brüder Grimm begleiten und interpretieren. Dabei stammen die Arbeiten von Hegenbarth aus den Jahren 1922 bis 1961 und von Lingner aus seiner Pariser Zeit 1932 bis 1946.
Die Ausstellung wird in den Räumen der Hegenbarth Sammlung Berlin gezeigt und von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet.

Ort:
Hegenbarth Sammlung Berlin
Nürnberger Straße 49, 1. Etage
10789 Berlin
Öffnungszeiten: Mo–Sa, 12–18 Uhr und nach Vereinbarung
Der Eintritt ist kosten- und barrierefrei.

Anfahrt:
U3 — Augsburger Straße
U1, U2, U3 — Wittenbergplatz
U1, U9 — Kurfürstendamm
Bus M19, M29, M46 — Europa-Center

In Kooperation mit der Hegenbarth Sammlung Berlin
 
 
 

Ausstellung 2014

28. Juni – 28. September 2014

Max Lingner. Das Spätwerk 1949-1959 [ PDF ]
Ausstellung / Burg Beeskow, Altes Amt

Nachdem sich Max Lingner in den 1930er Jahren in Paris als Pressezeichner für die kommunistischen Zeitungen MONDE und l‘Humanité einen Namen gemacht hatte, kehrte er 1949 in sein Heimatland zurück, um beim Aufbau eines antifaschistischen Deutschlands mitzuwirken. Seine ersten Aufträge waren Großdekorationen, wie er sie bereits in Frankreich für die Pressefeste der l‘Humanité realisiert hatte. In Berlin gestaltete er im Lustgarten und Unter den Linden für die Kundgebungen zum 1. Mai 1950 ein Bildprogramm aus mehreren Teilen, das als «Kunstausstellung auf der Straße» gefeiert wurde. Parallel dazu beteiligte er sich auf Einladung des Ministeriums für Aufbau der DDR am Wettbewerb für ein Wandbild am Haus der Ministerien. Doch kaum war Lingner als Sieger des Wettbewerbes hervorgegangen, wurde er im Rahmen der Formalismus-Kampagne dogmatisch kritisiert. Seinen ersten Entwurf für das Wandbild musste er fünf Mal überarbeiten, und als es 1953 eingeweiht wurde, stellte ihn das Ergebnis nicht zufrieden. In der Ausstellung sind Entwürfe für die Festdekorationen und für die verschieden Versionen des Wandbildes zu sehen. Weiterhin lässt sich der Zyklus großformatiger Historiengemälde, die Lingner ebenfalls Anfang der 1950er Jahre konzipiert hat, in Kompositionsskizzen und Einzelstudien anschaulich nachvollziehen. In den Illustrationen, die Lingner für Bücher mehrere DDR-Verlage gezeichnet hat, kann man schließlich seine französischen Motive wiederfinden.
Die präsentierten Zeichnungen und Gemälde kommen aus der Sammlung der Max-Lingner-Stiftung sowie aus Privatbesitz. Eine Dokumentation zu Lingners Leben und Werk ergänzt die Ausstellung.

Ein Gemeinschaftsprojekt der Max-Lingner-Stiftung und des Kunstarchivs Beeskow
Kuratoren: Herbert Schirmer, Dr. Angelika Weißbach

 

Ausstellungseröffnung am 28. Juni 2014
Einführungsvortrag von Herbert Schirmer (Vorsitzender des Forums Kunstarchiv Beeskow e.V.) [ PDF ]

Ausstellungsort:
Burg Beeskow, Altes Amt
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow
www.burg-beeskow.de

Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Sparkasse Oder-Spree, der Burg Beeskow und des Forums Kunstarchiv Beeskow e. V.