Gertrud Heider 2003, Foto: Ines Kaiser

Dr. Gertrud Heider 2003

STIFTUNG

Die Kunstwissenschaftlerin Dr. Gertrud Heider (1928 – 2007) hat sich jahrzehntelang der Bewahrung, Erschließung und Vermittlung des Werkes von Max Lingner gewidmet. Seit 1988 betreute sie das Max-Lingner-Archiv ehrenamtlich und bemühte sich in den 1990er Jahren mit Unterstützung des Freundeskreises um die Errichtung einer Max-Lingner-Stiftung. Als Erbin des Nachlasses von Max und Erika Lingner verlegte Gertrud Heider­ schließlich auch ihren Wohnsitz in das denkmalgeschützte Max-Lingner-Haus in Niederschönhausen.
Hier errichtete sie im Jahr 2007, kurz vor ihrem Tod, eine unselbständige Max-Lingner-Stiftung. Diese Stiftung wird heute, wie von Gertrud Heider testamentarisch verfügt, von der Rosa-Luxemburg-Stiftung treuhänderisch betreut und wirkt im Rahmen ihrer Satzung inhaltlich selbständig. Im Vorstand wirken Dr. Thomas Flierl, Dr. Stefan Hahne und - nach dem Ausscheiden von Eleonore Sent - Martin Groh. Ein Kuratorium berät, unterstützt und begleitet den Vorstand durch Kritik und Anregung bei der Erfüllung des Stiftungszwecks. Ihm gehören Martin Groh, Berlin und Kassel, Beate Jahn, Leipzig und Gerhard Schumacher-Kitzig, Berlin an. Der 1997 gegründete Freundeskreis hat sich nach Errichtung der Max-Lingner-Stiftung aufgelöst.
Die Max-Lingner-Stiftung zielt darauf, die Pflege, Aufarbeitung und Verbreitung des Werkes von Max Lingner zu fördern, an die Kunst des 20. Jahrhunderts, die von Emigration, Krieg und Lagerhaft betroffen war, sowie an den kulturellen Aufbruch in der Nachkriegszeit zu erinnern. Hierzu wird die Stiftung das Max-Lingner-Archiv fortführen, Publikationen anregen, Ausstellungen und Diskussionen zum Werk Lingners und der Kunst- und Kulturgeschichte seiner Zeit veranstalten und das Haus als einen Ort kulturellen Austauschs in Berlin entwickeln.