Intelligenzsiedlung

Entwurf  Hanns Hopp – Überblick Siedlung

Entwurf Hanns Hopp – Überblick Siedlung

Intelligenzsiedlung

Das erklärte Ziel, vor den Nazis ins Exil geflohene Kulturschaffende und Wissenschaftler für die neugegründete DDR zu gewinnen, wurde u.a. durch den Beschluss der Regierung manifestiert, in Ost-Berlin drei «Siedlungen für die schaffenden Intelligenz» zu errichten. Neben der «Erich-Weinert-Siedlung» sind dies die unter Verwendungen derselben Haustypen errichteten Wohnsiedlungen in Köpenick sowie eine weitere in Pankow-Niederschönhausen. Hier wohnten antifaschistische Intellektuelle aus den verschiedenen Exilländern, wobei kulturell und politisch vor allem die unterschiedliche Emigrationserfahrung in der Sowjetunion bzw. den westlichen Exilländern relevant waren, sowie Verfolgte und Widerstandskämpfer gegen das Naziregimes, die in Deutschland überlebt hatten.

Die Erich-Weinert-Siedlung nimmt in ihrer Gestaltung durch Hanns Hopp die östlich und nördlich der Siedlung bestehende Struktur von Einfamilienhäusern der 20er und 30er Jahre auf. Bauherr der 22 Einzelhäuser war die Heimstätte Berlin. An den Eckgrundstücken wurden die Atelierbauten für Theo Balden, Ruthild Hahne, Max Lingner (zur Heinrich-Mann-Straße), Fritz Duda, Herbert Sandberg und Heinrich Ehmsen (zur Homeyerstraße) errichtet, dazwischen die Typenbauten für Erich Weinert, KuBa, Eduard Winter, Walter Neye, Willi Bredel, Hans Robert Bortfeldt, Henryk Keisch, Jeanne und Kurt Stern, Irmgard und Heinz Litten, Friedrich Kühne, Karl Hagemann, Heinz Kamnitzer, Bruno Kaiser, Klaus Wittkugel (ursprünglich für Michael Tschesno-Hell), Walther Victor sowie Willi Felix. Reinhold Lingner gestaltete die Gärten für Duda, Sandberg, Ehmsen und Max Lingner.