Ausschnitt Gemälde «Der Winter» von Max Lingner, um 1946

Ausschnitt Gemälde «Der Winter» von Max Lingner, um 1946

Rückblick – 2011

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Sonnabend, 11. Februar 2012, 15 Uhr

Neujahrsempfang der Max-Lingner-Stiftung
für die Nachbarn in der Erich-Weinert-Siedlung und die Freunde der Stiftung
Im Anschluss: Der Pressezeichner Max Lingner – Repräsentant einer verlorengegangenen Kunst

Vortrag von Martin Groh (Kunsthistoriker, Berlin/Kassel)
Die hohe Zeit der Pressezeichnung lag in den Zwischenkriegsjahrzehnten. Sie war in der Regel Illustration. Vor der Pressegrafik stand immer die eigenständige Zeichnung. Ein Pressezeichner musste die unterschiedlichen Ansprüche der Zeichnung und der Grafik in Einklang bringen. Max Lingner beherrschte diese Kunst wie nur wenige andere. Der Vortrag gibt einen Überblick über dieses Metier und stellt Max Lingner als einen seiner bedeutenden Vertreter vor.

Veranstalter: Max-Lingner-Stiftung

 
 

Mittwoch, 15. Februar 2012, 19 Uhr
Radio-Feature 1

Mein ganzer Aufenthalt hier will kritisch beleuchtet werden – Arnold Zweig (1887-1968) in der DDR
Feature von Klaus Bellin, mit Hans-Peter Hallwachs, Klaus Manchen, Justus Carriere (Sprecher).
Als der Emigrant im Oktober 1948 nach Berlin zurückkehrte, empfing man ihn mit offenen Armen. Arnold Zweig war ein Autor von Weltruf und unter den Heimkehrern, die im Osten Deutschlands ihren Wohnsitz nahmen, einer der berühmtesten. Er wurde sogleich Ehren-Vorsitzender des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller, später Präsident der Akademie der Künste und des PEN-Zentrums. Man feierte ihn, wann immer sich eine Gelegenheit bot. Zweig selbst wurde nicht müde, die DDR als seine Heimat zu rühmen (worauf man ihn im Westen lange Zeit ignorierte). Doch so harmonisch und konfliktfrei, wie in der Öffentlichkeit demonstriert, war sein Verhältnis zu den Machthabern nicht.

Veranstalter: Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
 

Mittwoch, 22. Februar 2012, 19 Uhr
Architekturvortrag 1

Slawische Architekturmoderne
Zur nationalen Selbstinszenierung der tschechoslowakischen Demokratie 1918-39

Vortrag von Christian Hufen (Kunstwissenschaftler und Publizist, Berlin)

Es war eine avantgardistische Architektur, die das Erscheinungsbild der demokratischen Tschechoslowakei (1918-39) prägte und eine starke, kaum gebrochene Tradition modernen Bauens begründete. Deren Erforschung stellt Architekturhistoriker vor eine besondere Herausforderung: die Baukunst trug zum positiven Bild einer Republik im In- und Ausland bei, deren Nationalitätenpolitik dramatisch gescheitert ist. Der Vortrag schildert, wie Architektur und Monumentalkunst in bewusster Abgrenzung von deutschen Traditionen eine slawische Moderne gestalteten, z.B. im Hussitenkult, durch Umkodierung historischer Städte und Kulturlandschaften sowie mit Festanlagen der tschechischen Turnerbewegung, die einen Vergleich mit NS-Großbauten provozieren.

Veranstalter: Hermann-Henselmann-Stiftung

 
 

Mittwoch, 29. Februar 2012, 19 Uhr

«WÄRE ES SCHÖN? ES WÄRE SCHÖN! MEIN VATER RUDOLF HERRNSTADT»
Lesung mit Irina Liebmann
Irina Liebmann setzt sich in dem Roman mit dem tragischen Schicksal ihres Vaters auseinander. Herrnstadt sollte 1953 mit Unterstützung Moskaus in der DDR den «Neuen Kurs» durchsetzen. Der 17. Juni 1953 jedoch änderte die sowjetischen Pläne: Herrnstadt wurde fallengelassen und Ulbricht unterstützt. Herrnstadt selbst wurde aus dem ZK, dann aus der Partei ausgeschlossen und nach Merseburg «verbannt».

Veranstalter: Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
 

Mittwoch, 14. März 2012, 19 Uhr
Radio-Feature 2

MIT BEIDEN AUGEN
Oder: Die Weltsicht des Feuilletonisten Heinz Knobloch

Feature von Renate Beckmann. Mit Maren Kroymann, Frank Arnold (Sprecher/in).

Heinz Knobloch (1926-2003) erinnern, heißt, sich an die Wochenpost erinnern. In dieser Zeitschrift begann seine Karriere. Für die Seite 22 schrieb er Woche für Woche ein Meisterstück der kleinen literarischen Form, das Feuilleton. Die Rubrik hatte den Titel: «Mit beiden Augen». Eintausend Feuilletons hat Heinz Knobloch in zwanzig Jahren geschrieben. «Falls man mich fragt, warum es überhaupt solange gegangen ist, lautet meine Antwort: Weil man mich in Ruhe gelassen hat. Weil man mich hat machen lassen. Unter dem Zwang, pro Jahr 52 Ideen zu haben und verwirklichen zu müssen. Dieser Zwang war Vergnügen, denn ich habe ja nur das geschrieben, was ich wollte.»

Veranstalter: Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
 

Mittwoch, 21. März 2012, 19 Uhr
Architekturvortrag 2

ARCHITEKTUR UND STÄDTEBAU DER ZWISCHENKRIEGSZEIT IN SCHLESIEN
Vortrag von Jo Sollich (Architekt)
Nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte durch die Volksabstimmung über die Zugehörigkeit Schlesiens 1921 eine Veränderung der Grenzlinie zwischen dem Deutschen Reich und Polen. Bereits in Folge der fortschreitenden Industrialisierung ab 1900 war in der Region eine umfassende Bautätigkeit vor allem im Wohnungs- und Siedlungsbau zu verzeichnen. Ein auf deutscher und polnischer Seite verändertes Nationalempfinden führte in den Jahren nach der Abstimmung jedoch dazu, dass den dann folgenden städtebaulichen Projekten eine andere Bedeutung zukam. Orte, die vorher im Landesinneren gelegen hatten, wurden nun zu Grenzstädten und auf beiden Seiten bemühte man sich, diesen Grenzstädten eine neue Identität einzuschreiben. Der Vortrag zeigt an einigen ausgewählten Beispielen, welche Langzeitwirkungen diese politischen Veränderungen bis in die Nachkriegszeit auf Städtebau und Architektur dieser Region hatte und teilweise heute noch nachvollziehbar sind.

Veranstalter: Hermann-Henselmann-Stiftung

 
 

Mittwoch, 28. März 2012, 19 Uhr
Atelierbesuche 1

DIETER GOLTZSCHE, ANGELA HAMPEL, WOLFGANG PETRICK, HANS VENT
Vier Kurzfilme von Christina Czymay und Aaron Wendland

Die Dokumentarfilme zeigen bekannte Künstler aus Ost und West. Im Mittelpunkt stehen die Künstler selbst, in ihren Ateliers, mit ihren Aussagen. Befragt zum Verhältnis zur Zeichnung, erfährt der Zuschauer nicht nur etwas über Arbeitsweisen, Techniken und beliebte Sujets, sondern auch etwas über Anschauungen, Beziehungen und über das persönliche Verhältnis zu ihren Zeichnungen. Das Besondere an den Kurzfilmen von Christina Czymay und Aaron Wendland ist die Konzentration auf das Thema des Zeichnens. So gelingt es den Filmemachern, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Anschauung der Künstler herauszuarbeiten und in die Spezifik der Arbeit bildender Künstler einzuführen.
Dieter Goltzsche, Maler und Zeichner aus Berlin-Friedrichshagen, geboren 1934 in Dresden  Angela Hampel, Malerin und Zeichnerin aus Dresden, geboren 1956 in Räckelwitz Wolfgang Petrick, Maler, Medienkünstler und Zeichner aus Berlin-Kreuzberg und New York, geboren 1939 in Berlin Hans Vent, Maler und Zeichner aus Berlin-Friedrichshagen, geboren 1934 in Weimar

Veranstalter: Max-Lingner-Stiftung

 
 

Mittwoch, 18. April 2012, 19 Uhr
Radio-Feature 3

FROSTIGE JAHRE
Oder: Später Besuch bei Anna Seghers

Feature von Inge-Lore und Klaus Bellin. Mit Thomas Thieme, Christine Gloger, Klaus Piontek, Kerstin Faud (Sprecher/innen).

Die «große deutsche Erzählerin» (Hans Mayer) lebte in einem dreistöckigen Mietshaus im Süd-Osten Berlins – geliebt und geehrt bis zu ihrem Tod. Ausgelöst durch Walter Jankas Bericht über die Haltung der Dichterin in den 50er Jahren kam in den 90er Jahren ihr gegenüber ein Ton der Herablassung, ein Zeichen moralischer Verurteilung auf. Aus der modernen, vielgelobten Klassikerin war, wie es in einer Biographie hieß, «eine der umstrittensten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts» geworden. War sie die angepasste Staatsdichterin, als die sie nun gesehen wurde? Anna Seghers (1900-1983) hielt an der DDR fest, als es kaum noch Gründe dafür gab. Für die Herrschenden blieb sie dennoch unberechenbar. Sie schwieg demonstrativ und stellte sich mit sanfter Hartnäckigkeit vor in Ungnade gefallene Autoren.

Veranstalter: Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
 

Mittwoch, 25. April 2012, 19 Uhr
Architekturvortrag 3

SOWJETISCHE MODERNE IN MITTELASIEN
Vortrag von Eva Wilde

Die in Ostberlin aufgewachsene Künstlerin beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Plattenbau. Auf zahlreichen Reisen sammelte sie Beispiele für nationale Varianten und individuelle oder kollektive Modifikationen des industriellen Massenwohnungsbaus. Nach Aufenthalten in Beirut, Nordkorea und China unternahm sie im Frühjahr 2010 eine abenteuerliche Reise durch die frühere Sowjetrepublik Usbekistan. Sie wird uns Monumentalbauten im Stadtzentrum von Taschkent vorstellen, das nach dem verheerenden Erdbeben von 1966 neu entstand, aber auch riesige Mikrorayons an der Peripherie, wo sowjetislamischer Dekorstil und notdürftige Flickschustereien heute das Bild der postindustriellen Ära bestimmen.

Veranstalter: Hermann-Henselmann-Stiftung

 
 

Mittwoch, 2. Mai 2012, 19 Uhr
Architekturvortrag 4

«NACH ALL DEN TRÜMMERJAHREN ENDLICH WELTSTADTFLAIR…»
DRESDENS WIEDERAUFBAU IM STREIT ZWISCHEN TRADITION UND MODERNE

Vortrag von Wolfgang Kil

«Mir kommt ein Verdacht: Moderne Architektur ähnelt sich im Osten wie im Westen. Wie, […] wenn sie Ausdruck einer modernen Geisteshaltung wäre, die wir mit dem Westen gemeinsam haben?» Was Brigitte Reimann hier tastend formuliert, schwebte jahrzehntelang als große Verunsicherung über der ideologisierten Planungspraxis der DDR. Nach Ostberlin mit seinen Hauptstadtproblemen zeigt sich vor allem am Wiederaufbau Dresdens das erbitterte Ringen um den «richtigen Weg» zur Instandsetzung der kriegsversehrten Städte. Ein Ringen, mit dem die Architekten der DDR nicht allein waren, und das mit dem Scheitern dieses Staates längst kein Ende fand.

Veranstalter: Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
 

Mittwoch, 16. Mai 2012, 19 Uhr
Radio-Feature 4

«… ALS HÄTTE SICH JEMAND GANZ WUNDERVOLL BETRUNKEN»
Hans Falladas Jahre in Carwitz

Feature von Wolfgang Rödel.
Mit Hilmar Thate, Jutta Wachowiak, Winfried Wagner, Dieter Wien, Heide Kipp, Reiner Heise (Sprecher/innen)
1933 kauft Hans Fallada (1893-1947) das Anwesen in Carwitz, sieben Kilometer vom Städtchen Feldberg entfernt. Es «ist eine Büdnerei mit sechs Morgen Land, einem Pferd, einer Kuh und zwei Schweinen. Schönem Garten mit Obstbäumen. Direkt am See gelegen.» Fallada ist 40 und hat eine bewegte Zeit hinter sich. Über ein Jahrzehnt wird er hier sesshaft, mit seiner Frau Suse und den Kindern. So hält er sich – auch geographisch gesehen – abseits von der großen Politik. Es ist seine «Insel» in der stürmischen Welt. Achtzehn Bücher entstehen in dem kleinen mecklenburgischen Dorf. Es ist seine beste Zeit. Und doch gehört Falladas ewiges Martyrium auch in diese Jahre. Suse: «Er war ein süchtiger Mensch, beim Schreiben süchtig, tablettensüchtig, morphiumsüchtig und süchtig nach Frauen.»

Veranstalter: Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
 

Mittwoch, 23. Mai 2012, 19 Uhr
Atelierbesuche 2

WERNER STÖTZER, MICHAEL SCHOENHOLTZ, ANTHONY CRAGG, ARMANDO
Vier Kurzfilme von Christina Czymay und Aaron Wendland

Die Dokumentarfilme zeigen bekannte Künstler aus Ost und West. Im Mittelpunkt stehen die Künstler selbst, in ihren Ateliers, mit ihren Aussagen. Befragt zum Verhältnis zur Zeichnung, erfährt der Zuschauer nicht nur etwas über Arbeitsweisen, Techniken und beliebte Sujets, sondern auch etwas über Anschauungen, Beziehungen und über das persönliche Verhältnis zu ihren Zeichnungen. Das Besondere an den Kurzfilmen von Christina Czymay und Aaron Wendland ist die Konzentration auf das Thema des Zeichnens. So gelingt es den Filmemachern, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Anschauung der Künstler herauszuarbeiten und in die Spezifik der Arbeit bildender Künstler einzuführen. Werner Stötzer, Bildhauer aus Alt Langsow, geboren 1931 in Sonneberg/Thüringen, gestorben 2010 in Alt Langsow  Michael Schoenholtz, Bildhauer aus Berlin-Friedenau, geboren 1937 in Duisburg Anthony Cragg, Bildhauer aus Wuppertal, geboren 1949 in Liverpool/GB  Armando, Maler und Bildhauer aus Amersfoort/Niederlande und Potsdam, geboren 1929 in Amsterdam

Veranstalter: Max-Lingner-Stiftung

 
 

Mittwoch, 6. Juni 2012, 19 Uhr
Radio-Feature 5

«WER WEISS, WAS AUS MIR GEWORDEN WÄRE …»
Das Kinderheim «Anton Makarenko» in der Königsheide

Feature von Antje Leetz, Gast: Inge Heym
Das Kinderheim «Anton Makarenko» in der Berliner Königsheide, 1953 eröffnet, war eine Art Mikrokosmos, in dem sich die ganze DDR spiegelte, sowohl die Hoffnungen und Möglichkeiten, die mit dem Aufbau dieses Landes verbunden waren, als auch die Enttäuschung und der Verlust dieser Hoffnungen. In dem Kinderheim lebten die Kinder hoher Parteifunktionäre zusammen mit Kindern aus ärmsten Verhältnissen. Die Not der Nachkriegszeit sollte in der neuen Gesellschaft gemeinsam überwunden werden. Der noch heute von den ehemaligen Heimkindern geliebte Heimleiter, der Pädagoge Günter Riese, setzte alles daran, dass die Kinder des Heims als freie Persönlichkeiten aufwuchsen … und stieß dabei auf viele Widerstände. Inge Heym, Frau des Schriftstellers Stefan Heym, arbeitete in den 50er Jahren als Erzieherin in dem Kinderheim.

Veranstalter: Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
 

Mittwoch, 13. Juni 2012, 19 Uhr

«ÜBER DIE ERSTE SOZIALISTISCHE TRAGÖDIE»
Utopie und Antiutopie in Leben und Werk des sowjetischen Schriftstellers Andrej Platonow
Vortrag von Michael Leetz

Wie wohl kein anderer Schriftsteller gestaltete Andrej Platonow die gesellschaftlichen Widersprüche in der Sowjetunion. Die meisten seiner Bücher konnten erst während der Perestroika oder nach dem Ende der Sowjetunion erscheinen. Seine Kritik an den sowjetischen Zuständen war so grundsätzlich, dass man seine Werke als antisowjetische Pamphlete lesen kann. In Wirklichkeit aber ist Platonow ein Ursozialist, der gerade deshalb, weil er am ursprünglichen Ideal des Sozialismus festhielt, in Konflikt mit dem Stalinschen System geriet. Der Vortrag gibt eine Einführung in Leben und Werk des Schriftstellers. Auch uns Heutigen hat Platonow noch sehr viel zu sagen. Unbekanntes ist zu entdecken, so z. B. sein Einsatz für die «erneuerbaren Energien» bereits in den zwanziger Jahren.

Veranstalter: Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
 

Mittwoch, 20. Juni 2012, 19 Uhr

MAX LINGNERS GEMÄLDE „LA SORTIER DES TISSEUSE“ (1936)
AUF EINEM DACHBODEN IN FRANKREICH WIEDERENTDECKT
Vortrag von Dr. Gabriele Kiesewetter und Prof. Dr. Thilo Hilpert

Seit vielen Jahren nutzen die Kunsthistorikerin und der Städtebauarchitekt aus Heidelberg eine gemeinsame Ferien- und Arbeitswohnung in Le Corbusiers Unité d’Habitation im lothringischen Briey. Auf dem Dachboden des Rathauses des früheren Bergarbeiterstädtchens entdeckten sie ein Gemälde von Max Lingner. In ihrem Vortrag entschlüsseln sie die Sinnschichten des Bildes und berichten über die zeitgeschichtlichen Kontexte seiner Entstehung sowie davon, wie es nach Briey gelang, dort verblieb und vergessen wurde.

Veranstalter: Max-Lingner-Stiftung

 
 

Sonnabend, 14. Juli 2012, 15 bis 18 Uhr

SOMMERFEST UND BUCHPREMIERE>DIE PARISER WOCHENZEITUNG MONDE (1928–1935)herausg. von Thomas Flierl, Wolfgang Klein, Angelika Weißbach
Aisthesis Verlag 2012, 256 Seiten, ISBN 978-3-89528-930-9, 24,80 Euro

«… kommen Sie und arbeiten Sie mit uns an der Zeitung MONDE.»
Mit diesem Satz soll Henri Barbusse den seit Ende 1928 in Paris lebenden deutschen Maler Max Lingner eingeladen haben, an seiner Wochenzeitung MONDE mitzuarbeiten. Während Lingners Mitarbeit an MONDE bisher gut bekannt zu sein schien, hat die Geschichte der Zeitung bisher nur partiell Aufmerksamkeit gefunden. Die nun vorliegende, reich mit Illustrationen und Titelbildern von Max Lingner und anderen zeitgenössischen Künstlern wie George Grosz, Käthe Kollwitz oder Diego Rivera bebilderte Publikation versammelt Beiträge, die die Zeitung in ihren historischen, politischen und ästhetischen Kontexten betrachten. Vor diesem Hintergrund erlangt auch die Tätigkeit Lingners deutlichere Konturen.
Mit MONDE hatte die politische Linke anfänglich eine breite internationale kulturelle Plattform gewonnen, 1932/33 wurde MONDE auf die verengte Linie der Komintern gebracht. So wurde der Zeitung das Rückgrat gebrochen, bevor die Volksfront in Frankreich begann.


Feiern Sie mit uns am Französischen Nationalfeiertag das Erscheinen des Buches!

Es erwarten Sie Gespräche und ein französisches Buffet.

Sie sind herzlich eingeladen! Dr. Thomas Flierl, 
Vorsitzender der Max-Lingner-Stiftung

 
 

2. September bis 18. November 2012

VON MÄDCHEN, FRAUEN UND MÄNNERN
Zeichnungen von Max Lingner und Skulpturen von Jenny Mucchi-Wiegmann
Eine Ausstellung der Max-Lingner-Stiftung in der Galerie in der Burg, Großbodungen (Eichsfeld)
Erstmals werden in dieser von Angelika Weißbach kuratierten Ausstellung Arbeiten beider Künstler gemeinsam gezeigt. Jenny Mucchi-Wiegmann/Genni (1895– 1969) und Max Lingner (1888–1959) gehören einer Künstlergeneration an, ihre Biographien weisen zahlreiche Gemeinsamkeiten auf, und in ihren Werken verbinden sich eine realistische lyrische Formensprache mit sozialem Verständnis und politischem Engagement.

Ausstellungsflyer — PDF [220kb]

Galerie in der Burg Großbodungen
Fleckenstraße 41, D-37345 Großbodungen (Eichsfeld)
Tel 036077/18934, kontakt@galerie-in-der-burg.de,
www.galerie-in-der-burg.de, www.facebook.com/Galerie.in.der.Burg

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG am 2. September 2012, 17 Uhr

ÖFFNUNGSZEITEN
Mittwoch bis Sonntag 14 bis 18 Uhr

Veranstalter: Max-Lingner-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Galerie in der Burg und mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
 

Sonnabend/Sonntag, 8./9. September

TAG DES OFFENEN DENKMALS
Wie auch in den vorangegangenen Jahren öffnen wir an beiden Tagen zwischen 10 und 18 Uhr das denkmalgeschützte Max-Lingner-Haus.
ARBEIT UND GENUSS — Führungen durch Haus und Garten von Michael Leetz

LEIPZIG – PARIS – BERLIN. Einführung in Leben und Werk Max Lingners.

Vortrag von Martin Groh
Sonnabend: 16 und 18 Uhr / Sonntag: 12 und 14 Uhr
DER GARTEN DES MALERS MAX LINGNER

Vortrag und Führung durch den denkmalgerecht wiederhergestellten Garten mit der Landschaftsarchitektin Dr.-Ing. Caroline Rolka
Sonnabend: 14 Uhr / Sonntag: 16 Uhr

Besuchen Sie auch das auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Atelier der Bildhauerin Ruthild Hahne (1910–2001) mit Vorarbeiten für das nie realisierte monumentale Ernst-Thälmann-Denkmal in Ost-Berlin und anderen bildhauerischen Werken.

Veranstalter: Max-Lingner-Stiftung

 
 

Mittwoch, 12. September, 19 Uhr
Architekturvortrag 5

«MÖBELKUNST STATT KASTENSCHRÄNKE»
Vortrag von Dr. Hiltrud Ebert (Berlin)

«Möbelkunst statt Kastenschränke» forderte 1952 das Institut für Innenarchitektur der Deutsche Bauakademie auf seiner ersten Möbelkonferenz von den Möbelproduzenten der DDR. Seine Kampagne richtete sich in erster Linie gegen die „geistige Armut“ und „Kunstlosigkeit“ der Möbel aus den Deutsche Werkstätten Hellerau, deren Tradition am Formalismusvorwurf (damals) zu zerbrechen drohte. 1952 erreichte der „Kampf gegen den Formalismus“ auch die Möbelproduzenten der DDR. Im März des Jahres hatte Walter Ulbricht auf einer Tagung zu Fragen der Innenarchitektur am Institut für Innenarchitektur der Deutsche Bauakademie die Rückkehr zu den „Meistern der Möbelkunst“ gefordert und damit die Kampagne des Instituts gegen die „geistige Armut“ der Möbel aus den Deutschen Werkstätten Hellerau (DWH) forciert. Sie richtete sich nicht zuletzt gegen Selman Selmanagić und Mart Stam, die für die DWH tätig waren und ihre Gestaltungskonzepte aus den Bedingungen industrieller Produktion herleiteten.

Veranstalter: Hermann-Henselmann-Stiftung

 
 

14. September bis 16. November 2012

MAX LINGNER
Zeichnungen aus der Banlieue

Eine Ausstellung in der GBM-Galerie
Weitlingstraße 89, 10317 Berlin
http://www.gbmev.de

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG am 14. September 2012, 17 Uhr

ÖFFNUNGSZEITEN
Montag bis Freitag Sonntag 10 bis 16 Uhr

Veranstalter: Max-Lingner-Stiftung in Zusammenarbeit mit der GBM-Galerie

 
 

Mittwoch, 19. September, 19 Uhr

ERWIN STRITTMATTER UND DER KRIEG UNSERER VÄTER
Lesung und Diskussion mit Günther Drommer (Berlin)

Kaum war die Problematik der SS-Mitgliedschaft von Günter Grass aus den Medien verschwunden, gab es einen neuen Skandal. Diesmal betraf es den ostdeutschen Schriftsteller Erwin Strittmatter. Der politische Umgang mit dieser Enthüllung warf auch ein bezeichnendes Licht auf die Aufarbeitung der faschistischen Vergangenheit in Ost und West. Drommer nimmt den »Fall Strittmatter« zum Anlass, die aktuelle Sicht auf die deutsche Geschichte zu untersuchen. Sein Anliegen ist weiter gefasst. Er hat einen sehr persönlichen Text über die Schuld der Väter-Generation und das Verhältnis der Nachgeborenen geschrieben.

Veranstalter: Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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Mittwoch, 11. Mai 2011, 19 Uhr

Radiofeature von Dorothee Schmitz-Köster
Die Geister von Pankow. Ein literarischer Streifzug

Neben Friedenau gilt Pankow als das Berliner Schriftsteller-Viertel. Hier, im Dunstkreis der DDR-Mächtigen, lebten berühmte Re-Migranten, die Schriftsteller Arnold Zweig, Stephan Hermlin, Johannes R. Becher. Die beiden Pankower «Intelligenz-Siedlungen» halfen, eine geistige Elite ins Land zu holen und zu halten. In den 60er Jahren lebten Inge und Heiner Müller in Pankow, später zogen Heinz Knobloch, Volker Braun und Christa Wolf her. Die Literaturwerkstatt im ehemaligen Haus des DDR-Schriftstellerverbands wurde später zu einem Brennpunkt neuer Debatten.Dorothee Schmitz-Köster war in ihrer neuen Nachbarschaft auf Spurensuche. Sie hat Häuser besichtigt, Kinder von Re-Migranten getroffen und mit Schriftstellern wie Volker Braun, Jens Sparschuh, Irina Liebmann, Jan Faktor und Ines Geipel über Pankow gesprochen.

Veranstalter: Max-Lingner-Stiftung