Liebe Besucher*innen und Freund*innen des Max-Lingner-Hauses!

Pandemiebedingt hatten wir das Veranstaltungsprogramm im letzten Jahr abgebrochen.
Wir haben nun mit Hybridveranstaltungen begonnen: Referent*in und Moderator*in vor Ort, viele Teilnehmer*innen an den Bildschirmen.
Alle Veranstaltungen auch kostenlos, live und online, siehe Hinweise bei den einzelnen Veranstaltungen. Alle vergangenen Veranstaltungen digital im Archiv.

Hier unsere nächsten Termine bis zum Jahresende.

Auf Wiedersehen im Max-Lingner-Haus!
Thomas Flierl, Vorsitzender der Max-Lingner-Stiftung

27. Oktober 2021, 19 Uhr

Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme  

Lesung und Gespräch mit Antje Vollmer und Hans-Eckardt Wenzel, Moderation: Thomas Flierl

Er war der bedeutendste Filmregisseur der DDR, Präsident der Akademie der Künste, Sohn des Schriftstellers, Arztes und Kommunisten Friedrich Wolf und seiner Frau Else – und Bruder des Auslandsgeheimdienstchefs Markus Wolf. Konrad Wolfs Filmerzählungen machen ihn zum Chronisten der DDR und des eigenen dramatischen Lebens, das immer dem Schicksal der Familie und deren Traum vom Sozialismus in einem «anderen Deutschland» verbunden bleibt. Dreißig Jahre nach dem Ende der DDR schauen Antje Vollmer und Hans-Eckardt Wenzel mit ihren sehr unterschiedlichen Erfahrungen zurück auf das Leben und Werk von Konrad Wolf.

Bitte melden Sie sich per Mail an. Für die Teilnahme vor Ort stehen nur 15 Plätze zur Verfügung. Eintritt: 3, ermäßigt 1,50 €. Kostenlos live auf unserem YouTube-Kanal: https://youtu.be/QXRxpaA7MAE​​

10. November 2021, 19 Uhr

Wegen Krankheit fällt die Veranstaltung aus und wird in das Frühjahr 2022 verschoben!

Leo Bauer – der unfreiwillige Dissident  

Vortrag von Bernd-Rainer Barth, Moderation: Thomas Flierl

Als der charismatische KPD-Funktionär und Parteijournalist Leo Bauer im Dezember 1952 von einem sowjetischen Militärtribunal in Ost-Berlin wegen Spionage für Noel Field zum Tode verurteilt wird, bricht er zusammen. Der einzige Überlebende einer von den Nazis ermordeten großen ostjüdischen Familie soll nun durch die Hand seiner eigenen Genossen sterben. Warum Leo Bauer überlebte, wie sein bisheriges Leben im Exil in Frankreich und der Schweiz Teil der Spionagekonstruktion um Noel Field wurde, und wie er sich von seiner Identität als Kommunist löste und zu einem Vertrauten zweier Antipoden der SPD – Herbert Wehner und Willy Brandt – werden konnte, wird im Vortrag anhand weitgehend unbekannter Archivquellen rekonstruiert.

Bitte melden Sie sich per Mail an. Für die Teilnahme vor Ort stehen nur 15 Plätze zur Verfügung. Eintritt: 3, ermäßigt 1,50 €. Kostenlos live auf unserem YouTube-Kanal: YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=1oiD2GHdeHA

24. November 2021, 19 Uhr

Architekturvortrag 33

Zwischen zwei Büchern. Neueste Forschungen zum Charakter der Ostmoderne

Vortrag von Dr. Roman Hillmann, Moderation: Thomas Flierl

Im Mai erschien in Leipzig der von Roman Hillmann herausgegebene Band der Wüstenrot Stiftung «Moderne Architektur der DDR. Gestaltung. Konstruktion. Denkmalpflege» – 15 Autoren befassen sich mit der Abrisswut nach 1989, aber auch mit vorbildlichen Beispielen der Denkmalpflege. Hillmanns nun eingereichte Habilitation argumentiert vor allem architekturhistorisch und soll 2022 erscheinen. Sie wagt den Bogen von der Baupolitik der DDR über die Arbeitsweise der Meister- und Projektierungsarchitekten, konstruktive und bautechnische Fragen bis hin zur Ästhetik des Typenbaus im Städtebau. Hillmann stellt beide Bücher als Strang der minutiösen und von Achtung geleiteten Erforschung der Architektur der DDR vor.

Bitte melden Sie sich per Mail an. Für die Teilnahme vor Ort stehen nur 15 Plätze zur Verfügung. Eintritt: 3, ermäßigt 1,50 €. Kostenlos live auf unserem YouTube-Kanal: YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=hJUtEBmzopY

1. Dezember 2021, 19 Uhr

Die Fundus-Bücher: Geschichte als Fundament und Inspiration

Vortrag von Dr. Hildtrud Ebert, Moderation: Thomas Flierl

Ernst Fischers Von der Notwendigkeit der Kunst eröffnete 1959 die im Dresdner Verlag der Kunst erscheinende Fundus-Reihe. Erhard Frommhold, Spiritus Rector der Reihe, wollte mit Schriften zur geistig reichen, linken Geschichte der «allgemeinen Indifferenz der Kunstwissenschaft in der DDR» publizistisch entgegentreten. Seine Gründungsidee ging über die retrospektive Erschließung dieses Erbes weit hinaus: Fundus sollte mit aktuellen Texten die «Entwicklung der Theorie des Marxismus […] unmittelbar vorantreiben.» Der Vortrag beschränkt sich auf die Anfangsjahre und zeigt auf, warum Frommholds Konzept ein visionäres Projekt bleiben musste.

Bitte melden Sie sich per Mail an. Für die Teilnahme vor Ort stehen nur 15 Plätze zur Verfügung. Eintritt: 3, ermäßigt 1,50 €. Kostenlos live auf unserem YouTube-Kanal: YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=RWSVI5HmWog

8. Dezember 2021, 19 Uhr

Architekturvortrag 34

Ideologieexport. Architektur und Kalter Krieg in Österreich

Vortrag von Monika Platzer (Wien), Moderation: Thomas Flierl

Im Gegensatz zu Berlin wird Wien nicht als ein Schauplatz einer politisierten Architekturdebatte zur Zeit des Kalten Krieges wahrgenommen. Tatsächlich etablierten jedoch jede der vier Besatzungsmächte ein vielfältiges Kulturprogramm. Architekturausstellungen wurden von Großbritannien, Frankreich, den USA und der Sowjetunion als Bühne für kulturelle, ideologische, ökonomische und technologische Transferleistungen genutzt. Auch in Wien spiegelte sich der globale Wettstreit des Kalten Krieges. Monika Platzer kuratierte die kürzlich im Architekturzentrum Wien zu diesem Thema gezeigte Ausstellung und den zugehörigen Katalog.

Bitte melden Sie sich per Mail an. Für die Teilnahme vor Ort stehen nur 15 Plätze zur Verfügung. Eintritt: 3, ermäßigt 1,50 €. Kostenlos live auf unserem YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=UGE4Qj-6gB0

In Kooperation mit Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

15. Dezember 2021, 19 Uhr

«Du mit Deiner frechen Schnauze»

Reinhold Andert liest Renate Holland-Moritz

Als die Eulenspiegelautorin und weltweit am längsten aktive Kinokritikerin starb, hinterließ sie viele Briefe, an sie und von ihr. Voller Beschimpfungen und Lobhudeleien. Daraus ein Buch zu machen, gelang ihr nicht mehr. Die Herausgeber als gute Freunde fühlten sich verpflichtet, erklärten, kürzten und fügten Klatsch hinzu. Das Buchregister verzeichnet 220 prominente und normale Personen, von Joan Baez und Ottokar Domma bis Harald Juhnke und Gisela Steineckert, von Herbert Köfer bis Bob Dylan, von Eva Strittmatter bis Dieter Mann, Lothar Kusche, Ursula Karusseit, Franziska Troegner, Fred Wander usw. Die Besucher des Abends werden sich im Kreis guter Bekannter fühlen.

Bitte melden Sie sich per Mail an. Für die Teilnahme vor Ort stehen nur 15 Plätze zur Verfügung. Eintritt: 3, ermäßigt 1,50 €. Kostenlos live auf unserem YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=CEks7LEaF38