Liebe Besucher*innen und Freund*innen des Max-Lingner-Hauses!

Hier finden Sie alle Veranstaltungen bis Jahresende. Ohne Einschränkungen können bis zu 40 Besucher*innen den Veranstaltungen vor Ort im Atelier von Max Lingner folgen. Zugleich werden alle Veranstaltungen live gesendet und können anschließend kostenlos in unserem YouTube-Kanal nachgesehen werden. Wegen der Live-Übertragung bitten wir um pünktliches Erscheinen. 

Auf Wiedersehen im Max-Lingner-Haus!
Thomas Flierl, Vorsitzender der Max-Lingner-Stiftung

30. November 2022, 19 Uhr

 

Architekturvortrag 39

Gefangen in der Titotalitätsmaschine. Der Bauhäusler Franz Ehrlich

Buchvorstellung mit Friedrich von Borries und Jens-Uwe Fischer
Moderation: Thomas Flierl


Das Funkhaus Nalepastraße, bis 1990 Sitz des Rundfunks der DDR, gilt als sein berühmtestes Werk. Begonnen hatte das bewegte Architektenleben Franz Ehrlichs (1907–1984) am Bauhaus in Dessau. 1937 wurde er als Widerstandskämpfer ins KZ Buchenwald gebracht, wo er das Tor mit der Inschrift «Jedem das Seine» gestalten musste. In der DDR nahm Ehrlichs Karriere als Architekt und Designer Schwung auf – aber sein umfassender Geltungsanspruch kollidierte mit den politischen Leitlinien. Die Autoren reflektieren über die Widersprüche in Ehrlichs Biografie sowie die Ambivalenzen und den Totalitätsanspruch der Moderne.

Es bedarf zur Zeit keiner Anmeldung. Kommen Sie einfach nach Pankow oder schauen Sie kostenlos live oder auch später auf unserem YouTube-Kanal: https://youtu.be/JpLHNWd9W1E

In Kooperation mit Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

7. Dezember 2022, 19 Uhr

 

Angela Fensch: Porträt-Trilogien 1988/2004/2022

Fotos, Buchvorstellung, Gespräch
Moderation: Thomas Flierl


So mutig, so stark und so schön wie möglich sollten die Frauen aussehen, die Angela Fensch 1988 das erste Mal zusammen mit ihren Kindern in der DDR porträtierte. Dabei reduzierte sie die Frauen nicht auf ihre Mutterrolle, sondern zeigte sie zugleich in ihrer Weiblichkeit, betonte ihre Individualität und ihren Anspruch auf Selbst­verwirklichung. Die 1989 erschienene erste Porträtserie »Kind Frau« gehört zu den bedeu­tenden künstlerischen Zeugnissen weiblicher Emanzipati­on in der DDR. Fünfzehn Jahre später sah Angela Fensch erstmals nach, was aus den Frauen und ihren inzwischen erwachsenen Kindern geworden ist. Nun, nach dreißig Jahren deutscher Einheit, hat sie sie ein drittes Mal fotografiert. 

Es bedarf zur Zeit keiner Anmeldung. Kommen Sie einfach nach Pankow oder schauen Sie kostenlos live oder auch später auf unserem YouTube-Kanal: https://youtu.be/_s6vwHLBEL

14. Dezember 2022, 19 Uhr

 

Marischa – mehr als ein Wunder 

Lesung und Buchvorstellung mit Antje Leetz
Moderation: Thomas Flierl


Als die junge Marischa mit ihrer Mutter in Auschwitz zur Vergasung ansteht, wird sie aussortiert zum Arbeiten. «Vielleicht hätte ich die Kraft finden müssen, mit meiner Mama zu gehen. Damit sie nicht allein in den Tod geht.» Diesen Gedanken schleppte Marischa immer mit sich herum. Kurz vor ihrem Tod 2019 erzählte sie zum ersten Mal von den tief verdrängten Erlebnissen: von der glücklichen Kindheit in Łodz, vom Ghetto, den Lagern, der Befreiung. Wenn sie weinte beim Erinnern, sagte sie: «Mach dir keine Sorgen, ich bin froh, wenn mir jemand zuhört.» Antje Leetz hat ihre Erzählung mit dem Mikrofon aufgezeichnet, verschriftet, vorsichtig bearbeitet und ein Buch daraus gemacht.

Es bedarf zur Zeit keiner Anmeldung. Kommen Sie einfach nach Pankow oder schauen Sie kostenlos live oder auch später auf unserem YouTube-Kanal: https://youtu.be/wHu9XvjfstE

In Kooperation mit Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin