Liebe Besucher*innen und Freund*innen des Max-Lingner-Hauses!

Pandemiebedingt hatten wir das Veranstaltungsprogramm im letzten Jahr abgebrochen.
Jetzt starten wir neu! Wir beginnen mit Hybridveranstaltungen (Referent*in und Moderator*in vor Ort, viele Teilnehmer*innen online an den Bildschirmen).

Unsere ersten Termine: 26. Mai und 9. Juni 2021.

Auf Wiedersehen im Max-Lingner-Haus!
Thomas Flierl, Vorsitzender der Max-Lingner-Stiftung

26. Mai 2021, 19 Uhr

Fordismus und Leninismus
Die Sachlichkeit der Kapitalisten und der Revolutionäre 1919–1936

Vortrag von Dr. Eckhart Gillen
Moderation: Dr. Thomas Flierl

Fordismus und Leninismus im Vergleich: Die sowjetische Kollektivmoderne kopierte bis ins Detail die Methoden und Verfahren, den Stil und die Dynamik der amerikanischen Individualitätsmoderne. Henry Fords autarkes Fabrikimperium als Staat im Staat steht Lenins Konzeption des Staates als Fabrik gegenüber. Auf den Bildern des modernen Lebens in Amerika sind zumindest in den 1920er Jahren keine Menschen oder nur winzig kleine, ameisenhafte Figuren zu sehen. In der Sowjetunion dagegen steht der Mensch im Mittelpunkt, er ist der Beweger der Maschinen, mit denen die Grundlagen des zukünftigen gesellschaftlichen Reichtums im Kommunismus geschaffen werden.

Bitte melden Sie sich auf der Homepage der Hellen Panke oder per Mail an.
Sie erhalten dann einen Zugangslink. Die Teilnahme ist kostenlos.

In Kooperation mit Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

9. Juni 2021, 19 Uhr

Der Bauhäusler Robert Lenz
Spuren einer Nicht-Karriere in der DDR

Vortrag von Günter Höhne
Moderation: Dr. Thomas Flierl

Seit Ende 1950 war der Dessauer Bauhaus-Schüler mit dem Schwarzenberger Künstler und Formgestalter Hans Brockhage befreundet und gleichzeitig auch Architekt für dessen Wohn- und Atelierhaus-Umbau in der Erlaer Straße. Robert Lenz und Hans Brockhage verband ein enger Ideenaustausch, von dem beide profitierten. Ihre Bekanntschaft schlossen sie, als Robert Lenz in Schwarzenberg mit dem Auftrag befasst war, die Montagestrecke für neue Generationen von Haushaltwaschmaschinen zu entwerfen und einzurichten. Bereits zuvor hatte er Haushalt- und andere Metallgeräte u. a. für die VVB EBM (Eisen-, Blech- und Metallwaren) im damaligen Karl-Marx-Stadt entworfen. Zwischen 1946 und 1950 war der in Schopfheim (Baden-Württemberg) geborene Lenz in der Sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR mit außergewöhnlichen Schulbau-Projekten in Berlin, Brandenburg und Thüringen hervorgetreten, fiel dann aber nach 1950 der sogenannten »Formalismusdiskussion« der SED zum Opfer.

Bitte melden Sie sich auf der Homepage der Hellen Panke oder per Mail an.
Sie erhalten dann einen Zugangslink. Die Teilnahme ist kostenlos.

In Kooperation mit Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin