Sommerpause!

Unser Veranstaltungsprogramm wird im September fortgesetzt.
Alle unsere Veranstaltungen werden in der Regel auch live gesendet und können anschließend kostenlos in unserem YouTube-Kanal nachgesehen werden. Auf Wunsch senden wir Ihnen das neue Programm per Mail oder, wenn Sie uns einen frankierten und adressierten Briefumschlag zuschicken (Beatrice-Zweig-Straße 2, 13156 Berlin), auch per Post. 

Auf Wiedersehen im Max-Lingner-Haus!
Thomas Flierl, Vorsitzender der Max-Lingner-Stiftung

11. September 2024, 19 Uhr

 

Der schwarze Stein aus Tschechows Garten 
Meine schmerzliche Liebe zu Russland

Antje Leetz liest aus ihrem jüngstem Buch
Moderation: Thomas Flierl

Im Jahr 1985 floh die Autorin aus der stagnierenden DDR, nicht nach Westen, sondern nach Russland, dessen Menschen und Literatur sie liebte. Sie erlebte hautnah den Aufbruch der sowjetischen Gesellschaft zu einer demokratischen Erneuerung. Der kolumbianische Schriftsteller Marquez warnte: Gelingt die Perestroika nicht, geht alle Hoffnung verloren. So ist es gekommen! Über das Land brach der harte Kapitalismus herein. Wieder fuhr sie dorthin, schaltete ihr Mikrofon ein. Aus Sendungen für deutsche Rundfunkstationen entstanden authentische Erzählungen über Vergangenes und Gegenwärtiges, über außergewöhnliche Menschen, die wunderbare russische Literatur. Und über allem die nicht endenden Kriege.

Aus urheberrechtlichen Gründen keine Video-Übertragung.

18. September 2024, 19 Uhr

 

Hermann Henselmann, Architekt, Ost-Berlin 

Florian Havemann stellt das im Verlag Freunde & Friends erschienene Buch vor
und spricht dabei auch über seinen Onkel
Moderation: Thomas Flierl

«Unser Anliegen war es nicht, die Bauten von Hermann Henselmann in ihrer Entstehungsgeschichte vom Entwurf bis zur Realisierung darzustellen. Uns interessiert Architektur als etwas, das in das Leben von Menschen eingreift, als etwas, das eine Stadt zu prägen vermag, als Ausdruck eines Zeitgeistes. Die Fotografien von ­Lukas ­Fischer zeigen die Bauten von Henselmann zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, aus unterschiedlichen Perspektiven. So, wie sie von den Bewohnern der Stadt wahrgenommen werden, so, wie sie von den Besuchern Berlins erlebt werden können.»

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/Mx7Emlx8NJ8?feature=share

25. September 2024, 19 Uhr

 

Der Maler Eugen Spiro. Berlin Paris New York 

Vortrag von Wolfgang Feyerabend und Jan Gehlsen
Moderation: Thomas Flierl

Während der Weimarer Republik gehörte Eugen Spiro als Porträtist und Landschaftsmaler, als Sprecher der Berliner Secession und Präsident des Kartells der Berliner Künstlerverbände wie auch als Mitglied der Ankaufkommission der Nationalgalerie und Lehrender zu den tonangebenden Persönlichkeiten im Kunst- und Kulturleben der deutschen Hauptstadt. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft gezwungen, sich vor dem Nazi-Regime in Sicherheit zu bringen, emigrierte er zunächst nach Frankreich und schließlich in die USA, deren Staatsbürger er wurde. In der Bundesrepublik harrt sein bedeutendes künstlerisches Werk noch immer der Wiederentdeckung und Anerkennung.  

In Kooperation mit Helle Panke | Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/ZAA9GR2Qw0c?feature=share

9. Oktober 2024, 19 Uhr

 

Architekturvortrag 50

Wie von Schinkels eigener Hand:
40 Jahre Schauspielhaus als Konzerthaus 

Vortrag von Werner Nerlich
Moderation: Christina Czymay

1821 wurde Karl Friedrich Schinkels Schauspielhaus eröffnet. Der Berliner Gendarmenmarkt mit den beiden Domen hatte einen würdigen Mittelpunkt gefunden, er war zu einem der schönsten Europas geworden. Das Gesamtkunstwerk überdauerte den Zweiten Weltkrieg nur als Ruine. Erst in den 1980er Jahren ließen Architekten, Denkmalpfleger, Maler, Bildhauer und Bauarbeiter der DDR den Schinkel-Bau ein zweites Mal erstehen. Als Konzerthaus  eröffnete es 1984. Leitlinie war die größtmögliche Nähe und Verwandtschaft zum Original, wodurch die Ästhetik und der Geist des Klassizismus an den Gendarmenmarkt zurückkehrten.

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/uX04u8VU3tM?feature=share

16. Oktober 2024, 19 Uhr

 

Architekturvortrag 51

Die Berliner Stadtbibliothek in der Breiten Straße 

Vortrag von Ulrich Hartung
Moderation: Thomas Flierl

Bei der Diskussion über ein zukünftiges Gebäude der Zentral- und Landesbibliothek in Berlin, z.B. in der Galerie Lafayette in der Friedrichstraße, wird über die Zukunft der Amerika Gedenkbibliothek und der Berliner Stadtbibliothek in der Breiten Straße oft hinweggegangen. Ulrich Hartung unternimmt den Versuch, die Geschichte der 1907 gegründeten kommunalen Zentralbibliothek Berlins, die nach der Novemberrevolution 1918 seit März 1921 im Marstall ihren Ort fand – ein 1908 und später beschlossener Neubau kam wegen der beiden Weltkriege nicht zustande – zu rekonstruieren. Im Mittelpunkt steht der 1961 beschlossene und 1966 fertiggestellte Neubau des Architektenkollektivs um Heinz Mehlan, der weitere Teile des Marstalls einschloss.

In Kooperation mit Helle Panke | Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/2Xq35kjjA04?feature=share

25. Oktober 2024, 19 Uhr

 

Der Streit um die Potsdamer Garnisonkirche  

Diskussion mit Philipp Oswalt, Hans Misselwitz und Axel Drecoll
Moderation: Annette Leo und Thomas Flierl

Viele Jahrzehnte nach der Zerstörung und/oder dem mutwilligen Abriss symbolträchtiger Bauwerke werden neuerdings Debatten um deren Wiederaufbau zu Schauplätzen erbitterter geschichtspolitischer Deutungskämpfe. Was sagt das über unsere Gesellschaft? Welches sind die Motive der Befürworter, wie argumentieren die Skeptiker? Worin liegen die Verheißungen und die Aporien sowohl der Sehnsucht wie der praktischen Machbarkeit von «Wiederherstellung»? Und welches sind die speziellen Hintergründe im Fall der Potsdamer Garnisonkirche? Insider der Debatte erläutern die unterschiedlichen Positionen.  

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/-6vZcDcMrwY?feature=share

6. November 2024, 19 Uhr

 

Leo Bauer – der unfreiwillige Dissident 

Vortrag von Bernd-Rainer Barth
Moderation: Thomas Flierl

Als der charismatische KPD-Funktionär und Parteijournalist Leo Bauer im Dezember 1952 von einem sowjetischen Militärtribunal in Ost-Berlin wegen Spionage für Noel Field zum Tode verurteilt wird, bricht er zusammen. Der einzige Überlebende einer von den Nazis ermordeten großen ostjüdischen Familie soll nun durch die Hand seiner eigenen Genossen sterben. Warum Leo Bauer überlebte, wie sein bisheriges Leben im Exil in Frankreich und der Schweiz Teil der Spionagekonstruktion um Noel Field wurde, und wie er sich von seiner Identität als Kommunist löste und zu einem Vertrauten zweier Antipoden der SPD — Herbert Wehner und Willy Brandt — werden konnte, wird im Vortrag anhand weitgehend unbekannter Archiv­quellen rekonstruiert.  

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/DK5eyqjTWJ4?feature=share

20. November 2024, 19 Uhr

 

Architekturvortrag 52

Jean-Louis Cohen und die französische Architektur des 20. Jahrhunderts 

Vortrag von Christian Freigang 
Moderation: Thomas Flierl

Der Architekturhistoriker Jean-Louis Cohen (1949–2023) war ein unermüdlicher Kenner und Erforscher des Bauens des 20. Jahrhunderts in all seinen Facetten. Er publizierte Überblickswerke, beschäftigte sich intensiv mit dem Bauen in der Sowjetunion, organisierte große Ausstellungen zur Moderne und lehrte zudem an Architekturschulen in Paris und New York. Vor allem aber war er ein Spezialist der französischen Moderne. Christian Freigang, Professor für Architekturgeschichte an der FU Berlin würdigt die Bedeutung von Jean-Louis Cohen für diesen Bereich.

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/yX5OIf9_sL8?feature=share

4. Dezember 2024, 19 Uhr

 

Searching for Lenin's Head 

Film von und Gespräch mit Rick Minnich
Moderation: Thomas Flierl

Rick Minnich ist ein Grabräuber. Zumindest wurde es ihm vorgeworfen, als er und sein Filmteam 1994 den Kopf des riesigen Ost-Berliner Lenindenkmals für ihren Kurzfilm «The Book of Lenins» ausgruben. Zwei Jahrzehnte später machte Minnich wieder Schlagzeilen im Zusammenhang mit der offiziellen Ausgrabung des Leninkopfes für die neue Dauerausstellung in der Berliner Zitadelle. Mit einem Augenzwinkern nimmt der US-amerikanische Filmemacher den Umgang der Deutschen mit ihren politischen Denkmälern auf die Schippe. In seiner Präsentation wird Minnich seine ganz persönliche Beziehung zu Lenin schildern und mit Filmausschnitten, auch aus der noch unveröffentlichten Filmfortsetzung bebildern.  

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/iwYKBZFwrgw?feature=share

11. Dezember 2024, 19 Uhr

 

Nostalgia

Lesung mit André Kubicek
Moderation: Rahel Melis

1968: Teo, eine junge Laotin, kommt am Berliner Ostbahnhof an. Es ist die Liebe, die sie in die DDR führt, weit weg von ihrer Familie. Doch ihr neues Leben in Potsdam, scheinbar ein sozialistisches Idyll, ist schwer, und auch perfektes Deutsch kommt gegen die Fremdheit, die man sie als Asiatin jeden Tag spüren lässt, nicht an. Der Roman handelt von Kubiczeks‘ Beziehung zur Mutter, die versuchte, in der Fremde eine Heimat zu finden. Dabei entsteht ein etwas anderes Bild vom Leben in der DDR – aus der Perspektive einer binationalen Familie, die im Alltag anzukommen versucht. Ein Roman, der einfühlsam und voller Wärme von Vertrautheit, Fremdsein und Liebe über Kulturen und Vorurteile hinweg erzählt.  

In Kooperation mit Helle Panke | Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Aus urheberrechtlichen Gründen keine Video-Übertragung.