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Alle unsere Veranstaltungen werden in der Regel auch live gesendet und können anschließend kostenlos in unserem YouTube-Kanal nachgesehen werden.
Bis bald im Max-Lingner-Haus!
Thomas Flierl, Vorsitzender der Max-Lingner-Stiftung
Vortrag von Daniel Bulatov
Moderation: Martina Renner
Moskau, Anfang der 1930er Jahre: linke Künstler:innen aus Europa und den USA trafen sich im Internationalen Büro Revolutionärer Künstler — angelockt von der Sowjetunion, getrieben von politischer Verfolgung und oft auch wirtschaftlicher Not. Das Büro entstand nicht als staatliche Institution, sondern als Zusammenschluss praktizierender Künstler:innen. Obwohl es dezidiert politische Kunst förderte gerieten die ästhetischen Positionen seiner Mitglieder oft in Widerspruch zum Diktat des Sozialistischen Realismus.
Daniel Bulatov ist Kurator und Kunsthistoriker mit dem Schwerpunkt auf der Kunst des 20. Jahrhunderts.
KOOPERATION MIT HELLE PANKE E.V. | ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG BERLIN
Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden:
https://youtube.com/live/uwuxejC_VjY?feature=share
Vortrag von Angelika Weißbach
Moderation: Martina Renner
Im Paris der 1930er Jahre hatte sich Max Lingner als Pressezeichner für MONDE und l’Humanité einen Namen gemacht. Auf Anregung des Musée de l’Histoire vivante in Montreuil, das sich in diesem Jahr der Geschichte von Regards widmet, blicken wir auf die Zeichnungen von Lingner, die ab 1936 in der Wochenzeitung veröffentlicht wurden. Regards stand damals als Zeitschrift der Volksfront und des Spanischen Bürgerkriegs mit Reportagen engagierter Fotografen für grafische und redaktionelle Modernität. Welchen Platz nahm Linger dabei ein, der mehrere Fortsetzungsromane in der Zeitschrift klassisch illustriert hat? Angelika Weißbach ist Kunsthistorikerin mit den Schwerpunkten Kunst in der DDR und Max Lingner.
Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden:
https://youtube.com/live/efkhSsx7yKI?feature=share
Vortrag von Simone Hain
Moderation: Thomas Flierl
Obwohl kaum etwas vom «Kollektivplan» realisiert wurde, ist die Erregung über seine Planungsziele niemals abgeklungen. Der Plan wird als «abstrus» gebrandmarkt, obwohl er an den Wurzeln der permanenten Berliner Wohnungsnot ansetzte. Er versprach beim Wiederaufbau konsequent an allen Standorten denselben reizvollen Zugang zu Wasser, Wald und Sonnenuntergängen. Weite Panoramen über Trümmerbergen. Arbeit sollte in fußläufiger Entfernung durch Wälder und Parkanlagen erreichbar sein. «Nie wieder sollen in Berlin Klassenwohnungen Neid und Missgunst begünstigen.» Stadt-Landschaft statt Immobilien. Simone Hain ist Architektur- und Planungshistorikerin mit den Schwerpunkten DDR-Baugeschichte und Geschichte des modernen Bauens.
KOOPERATION MIT HELLE PANKE E.V. | ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG BERLIN
Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden:
https://youtube.com/live/GeuAFLffWsc?feature=share
Vortrag von Simone Hain
Moderation: Thomas Flierl
«Die radikalste Planung, die Berlin je hatte» ist 1946 nicht vom Himmel gefallen und auch nicht einer Krankheit geschuldet, die Kritiker «morbus scharounensis» nennen. Hinter dem Wort «Kollektiv» verbirgt sich ein Programm, eine Philosophie und eine politische Struktur, die im Interesse einer anderen Stadtentwicklung entdeckt und beerbt werden will. Sie ist genauso «berlinisch», wie die von Revanchisten gepriesene «Berlinische Architektur» aus Block, Fluchtlinie und Lochfassade. Der Vortrag beleuchtet die soziale Konfiguration hinter dem Plan und rückt eine baukulturelle Tradition ins Licht, die revolutionäre, pazifistische und naturfreundliche Wurzeln in den zwanziger Jahren hat.
KOOPERATION MIT HELLE PANKE E.V. | ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG BERLIN
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https://youtube.com/live/RefDPIE-XBM?feature=share
Vortrag von Thomas Flierl
Moderation: Christian Hufen
Im Frühjahr 1932 empörten sich Le Corbusier und die in Barcelona tagende Delegierten der CIAM über die Resultate der 2. Wettbewerbsrunde zum Bau des Palast der Sowjets in Moskau. Die drei ersten Preise waren den Entwürfen von Ivan Žoltovskij, Boris Iofan und Hector Hamilton zuerkannt worden. Die Leitung der CIAM sandte Protestbriefe an Stalin und andere Verantwortliche, in denen die Durchführung des verabredeten 4. CIAM-Kongresses in Moskau in Frage gestellt wurde. Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe des Wettbewerbs zum Sowjetpalast, die Machtkonstellationen in Moskau und die Rolle von Lunačarskij, der Le Corbusier in Genf empfing.
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https://youtube.com/live/PiTgyYvhvm4?feature=share
Audiocollage von Charlotte Misselwitz
Moderation: Martina Renner
Wie bezogen sich die jüdischen Künstler:innen auf die DDR? Wie haben sie die Nazi-Zeit thematisiert? Drei Audiocollagen entstanden 2024 während einer Recherche an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Charlotte Misselwitz untersuchte dort rund 350 Werke, in denen Holocaust und NS-Verfolgung dominierten, auch unterschiedliche Identifikationen mit der DDR sowie Solidaritätsbezüge zu diskriminierten Minderheiten oder linken Regierungen weltweit, als eine Art «jüdischer Internationalismus». Von den Stimmen in den Collagen aus dem Umfeld dieser Künstler:innen sprechen Viola Sandberg, Tochter von Herbert Sandberg, u.a. einst Kuratorin der Kleinen Galerie Pankow.
Charlotte Misselwitz ist Journalistin und Medienwissenschaftlerin. Ihr letztes Radiofeature im Max-Lingner-Haus: Die Wollenbergers — jüdische Remigranten in der DDR.
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https://youtube.com/live/WtkDESZHdRk?feature=share
Buchvorstellung mit Sophie Schifferdecker
Moderation: Mechthild Gilzmer
Auch Deutsche beteiligten sich in Frankreich am Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Auf der Grundlage von Dokumenten aus über dreißig Archiven untersucht Sophie Schifferdecker die Beteiligung deutscher Emigrantinnen und Emigranten an der französischen Résistance. Im Mittelpunkt stehen das wechselseitige Vertrauen, das gemeinsames Handeln ermöglichte, sowie die Frage, wie die Résistance die besonderen Kenntnisse ihrer deutschen Mitstreiter für den gemeinsamen Widerstand nutzte. Das Buch geht auf ihre Dissertation zurück. Die Autorin Sophie Schifferdecker wird ihr Buch im Gespräch mit Mechthild Gilzmer vorstellen.
KOOPERATION MIT HELLE PANKE E.V. | ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG BERLIN
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https://youtube.com/live/A1Wp14ewjA4?feature=share
Vortrag von Thomas Flierl
Moderation: Christian Hufen
Mitten in der Vorbereitung des für Juni 1933 angekündigten 4. Kongresses der CIAM (Internationale Kongresse für Neues Bauen) in Moskau wurde dieser im März 1933 von sowjetischer Seite abgesagt. Bei seinen Archivrecherchen fand Thomas Flierl die Exponatenliste der geplanten Ausstellung sowjetischer Architektur, die im Museum der Schönen Künste (seit 1936 Puschkin-Museum) stattfinden sollte. Der Vortrag beleuchtet das Medium Architekturausstellung im Kontext des 4. CIAM-Kongresses und erläutert das Konzept der geplanten Ausstellung. Die Dominanz der Avantgarde stand der von Stalin eingeleiteten architekturpolitischen Wende der Jahre 1932/33 im Wege.
Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden:
https://youtube.com/live/28wjssbdic8?feature=share