Frühjahrsprogramm 2024

Alle unsere Veranstaltungen werden in der Regel auch live gesendet und können anschließend kostenlos in unserem YouTube-Kanal nachgesehen werden. Auf Wunsch senden wir Ihnen das neue Programm per Mail oder, wenn Sie uns einen frankierten und adressierten Briefumschlag zuschicken (Beatrice-Zweig-Straße 2, 13156 Berlin), auch per Post. 

Auf Wiedersehen im Max-Lingner-Haus!
Thomas Flierl, Vorsitzender der Max-Lingner-Stiftung

22. Mai 2024, 19 Uhr

 

Stilfragen. Heinrich Wölfflin in der frühen DDR

Vortrag von Oliver Sukrow
Moderation: Thomas Flierl

Noch wenig erforscht ist die Geschichte der Kunst- und Architekturhistoriografie in der frühen DDR. Das betrifft – neben thematischen Neuausrichtungen – auch Fragen nach den Quellen und möglichen Anknüpfungspunkten einer ‹neuen› Kunstwissenschaft nach 1945. Bei der Konzeptualisierung von ‹Stil› und ‹Bedeutung› wurde u.a. auf das Oeuvre des Schweizer Kunsthistorikers Heinrich Wölfflin (1864–1945) zurückgegriffen, der in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg in Berlin gelehrt hatte und an dessen Grundbegriffen und an dessen Stiltypologie von der Renaissance zum Barock keine Kunstwissenschaft vorbeikommt.

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/ngkkA_rwzkg

Kooperation mit Helle Panke e.V. | Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

5. Juni 2024, 19 Uhr

 

Architekturvortrag 48

Soviet Mobile Architecture

Vortrag von Ksenija Litvinenko (in englischer Sprache)
Moderation: Juliane Richter

In der späten Sowjetunion wurde der Versuch unternommen, nomadische Bautechniken für mobile Architekturen zu nutzen, die entweder als temporäre und – potenziell – transportable «Verlege»-Siedlungen dem extraktiven Urbanismus im Zusammenhang mit der Erdöl- und Gasförderung dienten, der kollektivierten Viehzucht oder auch der Erholung der Arbeiter. Ksenija Litvinenko geht es um ein genaues Verständnis der Einbeziehung bautechnischen Fachwissens und architektonischer Praxis in die staatlich geförderte Expansion von Siedlern und Extraktivisten in Westsibirien und die damit einhergehende Verdrängung der indigenen Bevölkerung.

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/9igFXQFkXME

19. Juni 2024, 19 Uhr

 

Architekturvortrag 49

Städtebau im Nationalsozialismus 
Dynamik als Realität, Periodisierung als Methode

Vortrag von Harald Bodenschatz
Moderation: Thomas Flierl

Der Vortrag stellt ein fortgeschrittenes Forschungsprojekt vor, das vier Grundthesen folgt: 1. Wie in anderen Diktaturen auch, war die Architektur im NS dem Städtebau untergeordnet. 2. Städtebau wird weit gefasst: umfasst auch Infrastruktur aller Art und die Prägung der Landschaft. 3. Städtebau ist nicht nur ein Produkt, eine Form, er umgreift auch die Produktionsverhältnisse, die Produktionsprozesse und deren Wirkungen und die auf die Produkte bezogene Propaganda. 4. Der NS-Städtebau war einer permanenten Veränderung unterworfen. Seine Dynamik ist nicht nur national erklärbar, sondern erfordert einen Blick auf internationale Ereignisse.

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/k76-AiBNd3o