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Herzlich willkommen bei unserem Veranstaltungsprogramm im 1. Halbjahr 2026!

Alle unsere Veranstaltungen werden in der Regel auch live gesendet und können anschließend kostenlos in unserem YouTube-Kanal nachgesehen werden.

Bis bald im Max-Lingner-Haus!
Thomas Flierl, Vorsitzender der Max-Lingner-Stiftung

22. April 2026, 19 Uhr

 

Kommunistische Propaganda? Sowjetische Kulturdiplomatie im Kontext des Rapallo-Vertrags

Vortrag von Christian Hufen
Moderation: Thomas Flierl

Die Moskauer «Allunionsorganisation für kulturelle Verbindung mit dem Ausland» (russ. Abk. VOKS; 1925–1958) vermittelte im Staatsauftrag ein positives Erscheinungsbild der jungen Sowjetunion. Gründungsdirektorin Ol’ga Kameneva, Trockijs Schwester, sorgte zugleich für einen künstlerischen und wissenschaftlichen Austausch mit dem Westen auf hohem Niveau. Sowjetische Gastspiele und Kunstausstellungen bereicherten das deutsche Kulturangebot, Begegnungen von Spitzenforschern den wissenschaftlichen Fortschritt. Die innovative Außenwerbung 
sowjetischer Avantgardisten, wie durch El’ Lisickij, fand weltweit Nachahmer.

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/Ju5Hns1-aMQ?feature=share

20. Mai 2026, 19 Uhr

 

Eduard Fuchs. Die verlorene Sammlung eines «Kulturbolschewisten»

Vortrag von Ulrich Weitz (Stuttgart)
Moderation: Christian Hufen

Im Auftrag der Erben und gefördert durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg erforschte Ulrich Weitz das Schicksal der legendären Kunstsammlung des Kommunisten Eduard Fuchs (1870–1940). Fuchs-Biograf Weitz erzählt in seinem Vortrag von der Beschlagnahmung des Museums Fuchs in Berlin-Zehlendorf durch die Gestapo. Er schildert seine Suche nach den verlorenen Schätzen — Gemälden, Asiatika und einer einzigartigen Grafiksammlung zur Geschichte der Arbeiterbewegung — und kann von ersten Erfolgen bei der Restitution wiedergefundener Objekte berichten.

Kooperation mit Helle Panke e.V. | Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/RGPj1CkFP2M?feature=share

24. Juni 2026, 19 Uhr

 

Die Bildwelten der Elizabeth Shaw

Vortrag und Gespräch mit Eva Maria Kohl (Halle)
Moderaton: Martina Renner

Die Bilderbücher der irischen Künstlerin Elizabeth Shaw (1920–1992), die nach dem Krieg nach Berlin-Pankow kam, haben viele Kinder in der DDR gelesen und geliebt. «Der kleine Angsthase» oder «Zilli, Billi und Willi» fehlten damals in keinem Kindergarten. Bevor sie eigene Kinderbücher schrieb, illustrierte sie Texte von Bert Brecht, Mark Twain, James Krüss u.a. Weniger bekannt ist ihr umfangreiches Werk als Karrikaturistin für Zeitschriften. 1959 porträtierte sie 43 Mitglieder der Akademie der Künste. Ihr besonderer minimalistischer Zeichenstil, ihre kritische und humorvolle Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen ihrer Zeit machen neugierig.

Kooperation mit Helle Panke e.V. | Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/N8XBBLTsDNw?feature=share

8. Juli 2026, 19 Uhr

 

Eine Empire-Kommode über Lenins Sarg

Vortrag von Thomas Flierl
Moderation: Christian Hufen

Das in Kooperation mit der in Novosibirsk lebenden Witwe, Sophie Küppers-Lisickaja, von Erhard Frommhold 1967 im Verlag der Kunst Dresden herausgebrachte Buch «El Lissitzky. Maler. Architekt. Typograf» war eine editorische Sensation, machte es doch erstmals wieder mit dem Werk des vergessenen Avantgardisten bekannt, noch dazu in einer kongenialen Buchgestaltung. Sogleich ins Englische und Italienische übersetzt, erschien es 1968 auch im Westen. Der Vortrag zeigt am prominenten Beispiel des Textes «SSSR’s Architektur» die bis heute weltweit übernommenen Zensureingriffe, die wichtige Aspekte der frühen sowjetischen Architekturpolitik betreffen: den Bau des Lenin-Mausoleums.

Das Video der Veranstaltung kann hier kostenlos angesehen werden: https://youtube.com/live/T2J95qGyDSk?feature=share