Max Lingner

Max Lingner, Illustration in l’Avant-Garde vom 18. Juli 1936, S.3

Das aktuelle Veranstaltungsprogramm hier als PDF

27. November 2019, 19 Uhr

Baubezogene Kunst.
DDR: Kunst im öffentlichen Raum 1950 bis 1990

Vortrag von Martin Maleschka (Cottbus)

Zu den kulturellen Hinterlassenschaften der DDR gehört eine bemer­kenswert große Anzahl an Kunstwerken im öffentlichen Raum. Heute sind viele dieser Arbeiten akut von der Zerstörung bedroht. Der Cottbusser Architekt und Fotograf Martin Maleschka hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese gefährdete Kunstgattung dokumentarisch zu erfassen. Über die Jahre hat er die derzeit umfangreichste Bild-Dokumentation von architekturbezogener Kunst der DDR aufgebaut. Daraus ist die 2019 als Architekturführer kon­zipierte Publikation entstanden. Maleschka hat dafür 120 Kunstwerke zwischen Ostsee und Erzgebirge ausgewählt und in einen architekturhistorischen Kontext eingebettet.

In Kooperation mit Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

4. Dezember 2019, 19 Uhr

Andrej Platonow – Dshan oder die erste sozialistische Tragödie
Buchvorstellung und Lesung mit dem Übersetzer und
Herausgeber Michael Leetz

Platonow gilt als prophetischer Schriftsteller, der die Tragödie der Sowjet­union vorausgesehen hat. Doch bis heute ist unbekannt, dass sein literarisches Schaffen zugleich ein hochaktuelles ökologisches Denken durchzieht. Die Texte im Buch reichen von Platonows früher Publizistik, in der er die Nutzung der Sonnenenergie propagiert, bis zum Essay «Über die erste sozialistische Tragödie» (1934), einem ökologischen Schlüsseltext des 20. Jahrhunderts. Der Roman Dshan (1935) erweist sich als Utopie von einer Menschheit, die es vermag, die Gefahr ihres selbstverschuldeten Untergangs zu bannen.

In Kooperation mit Helle Panke/Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin