Max Lingner – Josef Hegenbarth

Abb. oben: Max Lingner, zu Alexandre Dumas, Die Königin Margot, 1938; Abb. unten: zu Wilhelm Hauff, Der Affe als Mensch,­ 1942 (Detail)

8. September — 17. Dezember 2016

Zwei auf einen Streich!
Literarische Illustrationen von Josef Hegenbarth und Max Lingner

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 7. September, 19–21 Uhr

Mit Illustrationen haben sich Josef Hegenbarth (1884–1962) und Max Lingner (1888–1959) ein großes Publikum erobert. Lingner zeichnete in den späten 1930er und 40er Jahren täglich für die französische Tageszeitung l’Humanité, deren Leserschaft seinen lebendigen Stil und seine klare Handschrift liebte, jedoch oft nur seine Signatur ling und nicht seinen vollen Namen kannte. Hegenbarth war einer der bekanntesten Illustratoren in der DDR, Publikationen mit seinen ausdrucksstarken, oft bis ins Groteske gesteigerten Zeichnungen gehörten in jeden gut sortierten Bücherschrank, seine kontrastreichen Darstellungen begeistern bis heute.
Die Ausstellung widmet sich speziell den Illustrationen zu literarischen Werken des 19. Jahrhunderts und vereint erstmals Zeichnungen und Aquarelle beider Künstler aus den Beständen der Berliner Hegenbarth Sammlung und der Max-Lingner-Stiftung. Es sind über 30 Blätter zu sehen, die u.a. Romane von Alexandre Dumas, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolai Gogol, Victor Hugo oder Märchen der Brüder Grimm begleiten und interpretieren. Dabei stammen die Arbeiten von Hegenbarth aus den Jahren 1922 bis 1961 und von Lingner aus seiner Pariser Zeit 1932 bis 1946.
Die Ausstellung wird in den Räumen der Hegenbarth Sammlung Berlin gezeigt und von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet.

Ort:
Hegenbarth Sammlung Berlin
Nürnberger Straße 49, 1. Etage
10789 Berlin
Öffnungszeiten: Mo–Sa, 12–18 Uhr und nach Vereinbarung
Der Eintritt ist kosten- und barrierefrei.

Anfahrt:
U3 — Augsburger Straße
U1, U2, U3 — Wittenbergplatz
U1, U9 — Kurfürstendamm
Bus M19, M29, M46 — Europa-Center

In Kooperation mit der Hegenbarth Sammlung Berlin

 
 
 
Veranstaltungsprogramm 2. Halbjahr 2016
Das Programm im Max-Lingner-Haus wird — sofern nicht anders ausgewiesen — in Kooperation von Max-Lingner-Stiftung und Hermann-Henselmann-Stiftung veranstaltet und von der Rosa-Luxemburg-Stiftung finanziell unterstützt.

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10./11. September 2016

Tag des Offenen Denkmals im Max-Lingner-Haus

Das Max-Lingner-Haus ist Teil der 1950/51 erbauten «Intelligenz-Siedlung» (Architekt: Hanns Hopp). Für den Maler und Grafiker Max Lingner wurde ein Typenhaus um ein Maler-Atelier erweitert. Den Mittelpunkt des Gartens bildet ein etwa 86 Quadratmeter Großer Patio. Seine Gestaltung vermittelt zwischen mediterraner Atmosphäre und märkischer Landschaft. Haus und Garten wurden denkmalgerecht saniert.

Vorträge/Führungen:

Sonnabend, 10. September

12 Uhr

Leipzig—Paris—Berlin.
Leben und Werk Max Lingners
Vortrag von Martin Groh

13 Uhr

Das Max-Lingner-Haus, der Garten und die Siedlung
Führung mit Michael Leetz

15 Uhr

Gerhard Schumacher-Kitzig demonstriert das Drucken von Originalplatten Max Lingners

16 Uhr

Max Lingners Presseillustrationen
Vortrag von Martin Groh


Sonntag, 11. September

11 Uhr

Filme über Max Lingner
ling69 (DFF, 49 min)
Maler der proletarischen Heiterkeit (DEFA 1979, 36 min)

13 Uhr

Führung durch das Max-Lingner-Haus, Garten und die Siedlung
mit Michael Leetz

14 Uhr

Der Garten: Geschichte und Sanierung
Vortrag von Caroline Rolka

15 Uhr

Gerhard Schumacher-Kitzig demonstriert
das Drucken von Originalplatten Max Lingners

16 Uhr

Das Wandbild von Max Lingner am heutigen Bundesministerium der Finanzen in Berlin
Vortrag von Dr. Thomas Flierl

 
Sie sind herzlich eingeladen!
Max-Lingner-Stiftung
Vorsitzender Dr. Thomas Flierl