Max Lingner

Max Lingner: Illustration in Monde vom 17. Februar 1934

Veranstaltungsprogramm Herbst/Winter 2018
Unser aktuelles Programm ist hier auch als PDF abrufbar.

Kooperation mit dem Centre Marc Bloch Berlin
Für die Erforschung der Frankreichzeit Max Lingners besteht seit Januar 2018 eine Kooperation mit dem Centre Marc Bloch. Hier finden Sie die Max-Lingner-Forschungsstelle am CMB. Wir halten Sie über die Entwicklung auf dem Laufenden.

8./9. September 2018

Tag des Offenen Denkmals im Max-Lingner-Haus zum Thema «Entdecken, was uns verbindet»

Das Max-Lingner-Haus gehört zu einer der drei «Intelligenzsiedlungen» in Ost-Berlin, die vom Architekten Hanns Hopp 1950/51 im Auftrag der DDR-­Regierung vor allem für antifaschistische Remigranten errichtet wurden. In diesem Jahr möchten wir das Verbindende der drei Siedlungen ­(Niederschönhausen, Grünau, Schönholz) in den Mittelpunkt unseres Programms stellen. Geöffnet ist jeweils von 11 bis 17 Uhr.

Vorträge/Führungen:

Sonnabend, 8. September

11 Uhr

Die drei Ost-Berliner Intelligenzsiedlungen
Vortrag von Dr. Christina Lindemann

12 Uhr

Max Lingner zum Mitnehmen
Gerhard Schumacher-Kitzig druckt Lingner

13 Uhr

Das Max-Lingner-Haus, der Garten und die Siedlung
Führung mit Michael Leetz

14 Uhr

Leipzig–Paris–Berlin. Leben und Werk Max Lingners
Vortrag von Martin Groh

15 Uhr

Max Lingner zum Mitnehmen
Gerhard Schumacher-Kitzig druckt Lingner

16 Uhr

Angehörige der zweiten und dritten Bewohnergeneration berichten von ihrem Leben in den Intelligenzsiedlungen
Moderation: Dr. Thomas Flierl

Sonntag, 9. September

11 Uhr

Die Intelligenzsiedlung in Berlin-Grünau
Vortrag von Prof. Dr. Klaus Neumärker

12 Uhr

Max Lingner zum Mitnehmen
Gerhard Schumacher-Kitzig druckt Lingner

13 Uhr

Das Max-Lingner-Haus, der Garten und die Siedlung
Führung mit Michael Leetz

14 Uhr

Max Lingners Presseillustrationen
Vortrag von Martin Groh

15 Uhr

Max Lingner zum Mitnehmen
Gerhard Schumacher-Kitzig druckt Lingner

16 Uhr

Die Intelligenzsiedlungen im Roman
Christa Tragelehn liest aus Liebe im Exil (Edith Anderson),
Gespräch mit Dr. Cornelia Schroeder, der Tochter von Edith Anderson

19. September 2018, 19 Uhr

Die meine Wege kreuzten. Begegnungen aus neun Jahrzehnten
Lesung und Gespräch mit Walter Kaufmann

Nach seinen autobiografischen Büchern Im Fluss der Zeit (2010) und Schade, dass du Jude bist (2013) ergänzt der Autor mit diesem Band den Bericht über seine Lebensgeschichte. 1924 als Jizchak Schmeidler, Sohn einer jüdischen Verkäuferin, in Berlin geboren, wurde er im Alter von zwei Jahren vom jüdischen Anwalt Dr. Sally Kaufmann und seiner Frau Johanna adoptiert und wuchs in Duisburg auf. Während Walter Kaufmann 1939 mit einem Kindertransport nach Holland gerettet werden konnte, wurden seine Duisburger Eltern in Auschwitz ermordet. Wie im Kaleidoskop stellt er Menschen vor, die seine verschlungenen Lebenswege über Großbritannien nach Australien und dann in die DDR kreuzten. Porträts in dichter, empathischer Sprache, die ihn wieder als einen Meister der Short Story ausweisen.

26. September 2018, 19 Uhr

Ein neues Bauhaus? — Kein Bauhaus! Bauhauskünstler und -architekten in der Sowjetunion
Vortrag von Astrid Volpert

Als Maler, Grafiker, Fotografen und Architekten ab Ende der 1920-er Jahre Deutschland in Richtung Moskau verließen, waren alle überzeugt: «Arbeit wird es genug geben». Als Erste kamen Hinnerk und Lou Scheper, Erich Borchert und Pál Forgó. Ihnen folgten Hannes Meyer, Béla Scheffler und Lotte Beese, bevor 1931–1933 fast alle anderen der rund 50 Bauhäusler die UdSSR erreichten. Der Vortrag ordnet das Personaltableau dieses größten, konfessionell wie politisch heterogenen Netzwerks von Avantgardisten aus Weimar und Dessau. Anhand von Beispielen zeigt er unterschiedliche Lebenswege und Leistungen in dem östlichen Land. Neben Lony Neumann, Fritz Christoph Hüffner, Antonín Urban und Max Krajewski steht auch die widersprüchliche ­Rolle von Hannes Meyer als Initiator und Denunziant der sogenannten Roten Bauhausbrigade im Fokus der Darstellung.