Es ist ein heißer Herbsttag und die Kastanienbäume weinen wegen der Hitze. Friedrich Miller, der als Unternehmer Wasserstoffautos und Drohnen produziert, und seine Frau Irene heiraten in einer Kirche in Brandenburg. Die Schlange ist ein Wahrzeichen des Unternehmers. Der Bundeskanzler, der ein Freund Friedrichs ist, und seine Minister sowie Prominente, Oligarchen und Adlige nehmen an der Hochzeit teil. Im Spiegelsaal des umgebauten Schlosses wird gefeiert. Die Maßlosigkeit des Feierns kennt keine Grenzen. Ein Sumpf zieht im Spiegelsaal auf und verpestet das schon Errungene. Die Katastrophe naht wie ein Blitz und beendet die Hochzeit.
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Mit der postrevolutionären sowjetischen Avantgarde und der westlichen Moderne entstand ein neues Paradigma von Ausstellungen, die als Demonstrationsräume konzipiert sind. Vier diskursive Formen lassen sich identifizieren: Messen, Popularisieren, Planen, Analysieren. Sie verwenden originelle Darstellungsstrategien: visuelle Statistiken und Pläne, verschiedene Formen von Informationsgrafik und monumentalen Bildern, multimediale Erzählungen und ‹Raster›. Der Vortrag widmet sich insbesondere den ‹Grilles der CIAM› (Internationale Kongresse Moderner Architektur), die 1948 durch Le Corbusier entwickelt wurden.
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Die Schule der Arbeit (1928–1933) in Leipzig war ein Modellprojekt für Arbeiterbildungszwecke unter Leitung der Pädagogin Gertrud Hermes. Mit dem Neubau des Architekten Johannes Niemeyer entstand 1928 in der Stieglitzstraße ein moderner Ort, der für das gemeinsame Leben und Lernen junger Arbeiter geplant wurde. Der Film «Gertrud oder die Differenz» ist eine künstlerische Aneignung seiner vergessenen Geschichte, mit aktuellem Blick. www.schulederarbeit.de
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Kooperation mit Helle Panke e.V. | Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Während der Soziale Wohnungsbau im West-Berlin der 1960er und 1970er Jahre bereits umfangreichen Untersuchungen unterzogen wurde, steht die Betrachtung des privat initiierten Bauens dieser Zeit noch am Anfang. Doch auch dieses Bauen war in West-Berlin maßgeblich durch ein komplexes Subventionssystem gefördert. Dass die Berlin-Hilfe unmittelbaren Einfluss auf die Baugestalt hatte und architektonisch komplexe wie stadtbildprägende Gebäude überhaupt erst formte und ermöglichte, arbeitet Schmerbeck heraus. Das exemplarische Beispiel sind vier kombinierten Wohn- und Marktgebäude, die zwischen 1968 und 1973 entstanden.
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Die Familiengeschichte der Wollenbergers steht stellvertretend für viele jüdische Remigranten, die an ihren Illusionen zerbrachen: Albert kämpfte gegen die Nazis, glaubte an den Kommunismus, und wollte ein gerechtes, antifaschistisches Deutschland aufbauen – auch als sicheres Bollwerk gegen künftigen Antisemitismus. Er kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg in die DDR zurück. Seine Enkel erinnern sich an ihn aus der Zeit nach der Wende als einen alten, gebrochenen Mann. Alberts Enkeltochter Judith ist in das Haus ihres Großvaters gezogen. Zusammen mit der Autorin Charlotte Misselwitz beginnt eine Spurensuche über die vergessenen Hoffnungen und Enttäuschungen dieser DDR-Generation.
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Eine Annäherung an die DDR über ihre Selbstdarstellung. Der Designforscher Andreas Koop, der zuvor das visuelle Erscheinungsbild des Nationalsozialismus beschrieben hat («NSCI»), analysiert die visuelle Identität der DDR und rekonstruiert gewissermaßen das Manual des Arbeiter- und Bauern-Staates: Vom Wappen über die Nationalfarben, Schrift/Typografie und Printmedien bis hin zu öffentlicher Inszenierung.
Der Grafikdesigner Wilfried Klink, Schüler von Werner Klemke und Axel Bertram (Kunsthochschule Berlin-Weißensee), langjähriger Grafikchef von TRIALON und damit einer der kundigsten Kampagnen-Gestalter aus dem Osten, beriet Koop.
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Der heute 90jährige Opern- und Operettensänger Mirano Cavaljeti-Richter hat seine Lebensgeschichte niedergeschrieben. Er erzählt von seiner Kindheit in einer Großfamilie von Sinti, die als Komödianten mit dem Wohnwagen durch die kleinen Städte und Dörfer Deutschlands zogen und ihre Varieté-Programme zeigten. 1939 flohen sie vor der nationalsozialistischen Verfolgung über die Grenze nach Italien. In ergreifender Lakonie schildert Cavaljeti die dramatische Odyssee durch Italien, Jugoslawien, Rumänien und Bulgarien, in deren Verlauf sie nach und nach alles verloren, ihr Leben jedoch retten konnten.
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Kooperation mit Helle Panke e.V. | Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Das 1911/12 errichtete Haus Perls in Zehlendorf, ein Frühwerk von Mies van der Rohe, gelangte 1918 in den Besitz des Kunstsammlers, Schriftstellers und Linkspolitikers Eduard Fuchs (1870–1940). Für dessen Kunstsammlung entwarf Mies 1927/28 einen modernen Erweiterungsbau – sein erstes Kunstmuseum in Berlin. Als Eduard Fuchs und seine deutsch-jüdische Frau Margarete 1933 ins Exil gingen, zerschlug sich der Plan, ihr gemeinsames «Museum eines Sammlers» der Stadt Berlin zu schenken. Christian Hufen erzählt die Geschichte des Mies-Ensembles und erinnert an das Vermächtnis des Sammlerpaares Fuchs.
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Noch wenig erforscht ist die Geschichte der Kunst- und Architekturhistoriografie in der frühen DDR. Das betrifft – neben thematischen Neuausrichtungen – auch Fragen nach den Quellen und möglichen Anknüpfungspunkten einer ‹neuen› Kunstwissenschaft nach 1945. Bei der Konzeptualisierung von ‹Stil› und ‹Bedeutung› wurde u.a. auf das Oeuvre des Schweizer Kunsthistorikers Heinrich Wölfflin (1864–1945) zurückgegriffen, der in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg in Berlin gelehrt hatte und an dessen Grundbegriffen und an dessen Stiltypologie von der Renaissance zum Barock keine Kunstwissenschaft vorbeikommt.
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In der späten Sowjetunion wurde der Versuch unternommen, nomadische Bautechniken für mobile Architekturen zu nutzen, die entweder als temporäre und – potenziell – transportable «Verlege»-Siedlungen dem extraktiven Urbanismus im Zusammenhang mit der Erdöl- und Gasförderung dienten, der kollektivierten Viehzucht oder auch der Erholung der Arbeiter. Ksenija Litvinenko geht es um ein genaues Verständnis der Einbeziehung bautechnischen Fachwissens und architektonischer Praxis in die staatlich geförderte Expansion von Siedlern und Extraktivisten in Westsibirien und die damit einhergehende Verdrängung der indigenen Bevölkerung.
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Der Vortrag stellt ein fortgeschrittenes Forschungsprojekt vor, das vier Grundthesen folgt: 1. Wie in anderen Diktaturen auch, war die Architektur im NS dem Städtebau untergeordnet. 2. Städtebau wird weit gefasst: umfasst auch Infrastruktur aller Art und die Prägung der Landschaft. 3. Städtebau ist nicht nur ein Produkt, eine Form, er umgreift auch die Produktionsverhältnisse, die Produktionsprozesse und deren Wirkungen und die auf die Produkte bezogene Propaganda. 4. Der NS-Städtebau war einer permanenten Veränderung unterworfen. Seine Dynamik ist nicht nur national erklärbar, sondern erfordert einen Blick auf internationale Ereignisse.
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Im Jahr 1985 floh die Autorin aus der stagnierenden DDR, nicht nach Westen, sondern nach Russland, dessen Menschen und Literatur sie liebte. Sie erlebte hautnah den Aufbruch der sowjetischen Gesellschaft zu einer demokratischen Erneuerung. Der kolumbianische Schriftsteller Marquez warnte: Gelingt die Perestroika nicht, geht alle Hoffnung verloren. So ist es gekommen! Über das Land brach der harte Kapitalismus herein. Wieder fuhr sie dorthin, schaltete ihr Mikrofon ein. Aus Sendungen für deutsche Rundfunkstationen entstanden authentische Erzählungen über Vergangenes und Gegenwärtiges, über außergewöhnliche Menschen, die wunderbare russische Literatur. Und über allem die nicht endenden Kriege.
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«Unser Anliegen war es nicht, die Bauten von Hermann Henselmann in ihrer Entstehungsgeschichte vom Entwurf bis zur Realisierung darzustellen. Uns interessiert Architektur als etwas, das in das Leben von Menschen eingreift, als etwas, das eine Stadt zu prägen vermag, als Ausdruck eines Zeitgeistes. Die Fotografien von Lukas Fischer zeigen die Bauten von Henselmann zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, aus unterschiedlichen Perspektiven. So, wie sie von den Bewohnern der Stadt wahrgenommen werden, so, wie sie von den Besuchern Berlins erlebt werden können.»
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Während der Weimarer Republik gehörte Eugen Spiro als Porträtist und Landschaftsmaler, als Sprecher der Berliner Secession und Präsident des Kartells der Berliner Künstlerverbände wie auch als Mitglied der Ankaufkommission der Nationalgalerie und Lehrender zu den tonangebenden Persönlichkeiten im Kunst- und Kulturleben der deutschen Hauptstadt. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft gezwungen, sich vor dem Nazi-Regime in Sicherheit zu bringen, emigrierte er zunächst nach Frankreich und schließlich in die USA, deren Staatsbürger er wurde. In der Bundesrepublik harrt sein bedeutendes künstlerisches Werk noch immer der Wiederentdeckung und Anerkennung.
In Kooperation mit Helle Panke | Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
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Im Jahr 1985 floh die Autorin aus der stagnierenden DDR, nicht nach Westen, sondern nach Russland, dessen Menschen und Literatur sie liebte. Sie erlebte hautnah den Aufbruch der sowjetischen Gesellschaft zu einer demokratischen Erneuerung. Der kolumbianische Schriftsteller Marquez warnte: Gelingt die Perestroika nicht, geht alle Hoffnung verloren. So ist es gekommen! Über das Land brach der harte Kapitalismus herein. Wieder fuhr sie dorthin, schaltete ihr Mikrofon ein. Aus Sendungen für deutsche Rundfunkstationen entstanden authentische Erzählungen über Vergangenes und Gegenwärtiges, über außergewöhnliche Menschen, die wunderbare russische Literatur. Und über allem die nicht endenden Kriege.
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Christoph Liepach und Thomas Pantke zeigen Dias und Filme
Christian Hufen kommentiert die aktuelle Ausstellung im Humboldt-Forum
Moderation: Thomas Flierl
Die beiden Leipziger haben historische Dokumente gesichert. Thomas Pantke zeigt mit dem Filmprojektor Meoclub 16 den 1976 von der Bauakademie der DDR veröffentlichten ca. 27 Minuten langen 16mm-Tonfilm «Bauzeit – Palast der Republik», der das Baugeschehen des ab 1973 errichteten «Mehrzweckgebäudes» dokumentiert. Christoph Liepach führt anhand einer zeitgenössischen Dia-Serie in das Innere des Bauwerks. Christian Hufen kommentiert die aktuelle Austellung «Hin und weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart» im Humboldt-Forum.
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Vortrag von Ulrich Hartung
Moderation: Thomas Flierl
Bei der Diskussion über ein zukünftiges Gebäude der Zentral- und Landesbibliothek in Berlin, z.B. in der Galerie Lafayette in der Friedrichstraße, wird über die Zukunft der Amerika Gedenkbibliothek und der Berliner Stadtbibliothek in der Breiten Straße oft hinweggegangen. Ulrich Hartung unternimmt den Versuch, die Geschichte der 1907 gegründeten kommunalen Zentralbibliothek Berlins, die nach der Novemberrevolution 1918 seit März 1921 im Marstall ihren Ort fand – ein 1908 und später beschlossener Neubau kam wegen der beiden Weltkriege nicht zustande – zu rekonstruieren. Im Mittelpunkt steht der 1961 beschlossene und 1966 fertiggestellte Neubau des Architektenkollektivs um Heinz Mehlan, der weitere Teile des Marstalls einschloss.
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Diskussion mit Philipp Oswalt, Hans Misselwitz und Axel Drecoll
Moderation: Annette Leo und Thomas Flierl
Viele Jahrzehnte nach der Zerstörung und/oder dem mutwilligen Abriss symbolträchtiger Bauwerke werden neuerdings Debatten um deren Wiederaufbau zu Schauplätzen erbitterter geschichtspolitischer Deutungskämpfe. Was sagt das über unsere Gesellschaft? Welches sind die Motive der Befürworter, wie argumentieren die Skeptiker? Worin liegen die Verheißungen und die Aporien sowohl der Sehnsucht wie der praktischen Machbarkeit von «Wiederherstellung»? Und welches sind die speziellen Hintergründe im Fall der Potsdamer Garnisonkirche? Insider der Debatte erläutern die unterschiedlichen Positionen.
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Vortrag von Bernd-Rainer Barth
Moderation: Annette Leo
Als der charismatische KPD-Funktionär und Parteijournalist Leo Bauer im Dezember 1952 von einem sowjetischen Militärtribunal in Ost-Berlin wegen Spionage für Noel Field zum Tode verurteilt wird, bricht er zusammen. Der einzige Überlebende einer von den Nazis ermordeten großen ostjüdischen Familie soll nun durch die Hand seiner eigenen Genossen sterben. Warum Leo Bauer überlebte, wie sein bisheriges Leben im Exil in Frankreich und der Schweiz Teil der Spionagekonstruktion um Noel Field wurde, und wie er sich von seiner Identität als Kommunist löste und zu einem Vertrauten zweier Antipoden der SPD — Herbert Wehner und Willy Brandt — werden konnte, wird im Vortrag anhand weitgehend unbekannter Archivquellen rekonstruiert.
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Vortrag von Christian Freigang
Moderation: Thomas Flierl
Der Architekturhistoriker Jean-Louis Cohen (1949–2023) war ein unermüdlicher Kenner und Erforscher des Bauens des 20. Jahrhunderts in all seinen Facetten. Er publizierte Überblickswerke, beschäftigte sich intensiv mit dem Bauen in der Sowjetunion, organisierte große Ausstellungen zur Moderne und lehrte zudem an Architekturschulen in Paris und New York. Vor allem aber war er ein Spezialist der französischen Moderne. Christian Freigang, Professor für Architekturgeschichte an der FU Berlin würdigt die Bedeutung von Jean-Louis Cohen für diesen Bereich.
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Film von und Gespräch mit Rick Minnich
Moderation: Thomas Flierl
Rick Minnich ist ein Grabräuber. Zumindest wurde es ihm vorgeworfen, als er und sein Filmteam 1994 den Kopf des riesigen Ost-Berliner Lenindenkmals für ihren Kurzfilm «The Book of Lenins» ausgruben. Zwei Jahrzehnte später machte Minnich wieder Schlagzeilen im Zusammenhang mit der offiziellen Ausgrabung des Leninkopfes für die neue Dauerausstellung in der Berliner Zitadelle. Mit einem Augenzwinkern nimmt der US-amerikanische Filmemacher den Umgang der Deutschen mit ihren politischen Denkmälern auf die Schippe. In seiner Präsentation wird Minnich seine ganz persönliche Beziehung zu Lenin schildern und mit Filmausschnitten, auch aus der noch unveröffentlichten Filmfortsetzung bebildern.
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Lesung mit André Kubiczek
Moderation: Rahel Melis
1968: Teo, eine junge Laotin, kommt am Berliner Ostbahnhof an. Es ist die Liebe, die sie in die DDR führt, weit weg von ihrer Familie. Doch ihr neues Leben in Potsdam, scheinbar ein sozialistisches Idyll, ist schwer, und auch perfektes Deutsch kommt gegen die Fremdheit, die man sie als Asiatin jeden Tag spüren lässt, nicht an. Der Roman handelt von Kubiczeks‘ Beziehung zur Mutter, die versuchte, in der Fremde eine Heimat zu finden. Dabei entsteht ein etwas anderes Bild vom Leben in der DDR – aus der Perspektive einer binationalen Familie, die im Alltag anzukommen versucht. Ein Roman, der einfühlsam und voller Wärme von Vertrautheit, Fremdsein und Liebe über Kulturen und Vorurteile hinweg erzählt.
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